Archive for September, 2007

Die Rache der Zwerge

Thursday, September 6th, 2007

Achtung: Zahnbürsten sind ein beliebtes, wenn nicht sogar das beliebteste Objekt für fiese Racheaktionen. Viele kennen vielleicht die Urban legend vom Paar, das seine Urlaubsbilder entwickeln ließ, und auf mehreren ihre Zahnbürsten wiedererkannten, die sich jedoch in Körperöffnungen von fremden Leuten befanden, in die sie sonst nicht hingehören. Zum Beispiel. Ein herrliches Motiv des amerikanischen Shops Teetsy greift diese Urangst auf:

gnome

Vielleicht ist es nicht so klug, sich mit diesem T-Shirt vor dem Spiegel die Zähne zu putzen…

Re-Shirt: Gebrauchtkleidung mit Geschichte

Tuesday, September 4th, 2007

Was zeichnet ein Lieblingsshirt aus? Klar, gutes Design, schöne Farben, gutes Tragegefühl und gute Qualität meinetwegen auch noch. Meistens steckt aber noch ein bisschen mehr dahinter: eine persönliche Geschichte. So wie manche Songs einen immer an ein spezielles Ereignis erinnern werden, ist das auch mit T-Shirts. So wie ich mich etwa weigere, mein dEUS-T-Shirt, gekauft 1995 auf dem holländischen Pukkelpop-Festival, aufzugeben, obwohl die Farben ausgewaschen, der Stoff löchrig, das Design verblasst und das Stück auch schon einmal komplett schlammgebatikt worden ist – an diesem Teil hängt so viel Geschichte, dass es eher eingerahmt als weggeschmissen wird.

Genau diese Geschichten sind es, die der Start-Up Re-Shirt.net mitliefert und die Stücke von einfach-nur-Second-Hand-Ware abheben soll. Da finden sich Stücke, die auf Urlaubsreisen erstanden wurden, Shirts, die von Freunden geliehen oder geschenkt wurden, Hard Rock Café J.W.D. (janz weit draußen), Siebdruck-Versuchsunikate, oder einfach Stücke, an denen angenehme Sommer-Erinnerungen hängen. Jedes Stück ist also insofern ein Unikat, als dass man es sonst nicht einfach so nachkaufen kann. Und auch die Erinnerungen und Geschichten sind einzigartig.

re-shirts

Drei Re-Shirts: Hardrock Café Honoloulu, Sun Godess Couture aus Südafrika, Boston Arts Festival. Das orange Viereck jeweils wegdenken, das ist das Re-Shirt Label.

 

Die Idee dahinter ist eine ökologische: die Textilien werden gespendet und kommen nicht in den Müll. Gebraucht kaufen statt immer was Neues bedeutet, dass Ressourcen geschont werden. Als ich auf ihrer Website las, dass für die Herstellung eines T-Shirt 10.000 Liter Wasser gebraucht werden, fühlte ich mich prompt ein bisschen schlecht. Allerdings: für Gebrauchtware sind die Shirts mit 25€ schon ziemlich hochpreisig veranschlagt. Das heißt, dass einem die Geschichte eines Shirts sehr viel wert sein muss und man ein gewisse Gantenbein-mäßige Faszination für das Leben der Anderen mitbringen sollte.

In ein paar Tagen wird in Wien der erste Re-Shirt Store eröffnen. Der (englischsprachige) online-Shop ist schon in Betrieb.

Miss South Carolina

Monday, September 3rd, 2007

Kult ist in der schnellebigen Internetgesellschaft eine Frage von Tagen  geworden.  Erst eine gute Woche ist es her, da fiel “Miss South Carolina” bei einer live im TV übertragenen Miss-Wahl durch einen Totalausfall vor der Kamera auf. Neben Gutaussehen und Lächeln müssen die Barbiepüppchen nämlich auch die Disziplin “Sprechen in zusammenhängenden Sätzen” beherrschen. Und daran scheiterte die Vertreterin South Carolinas, als ihr die Frage gestellt wurde, warum manche amerikanischen Bürger so gravierende Bildungsdefizite in Geographie haben. Und bitte:

“I personally believe that US Americans are unable to do so because some people out there in our nation don’t have maps and I believe that our education like such as in South Africa and Iraq everywhere like such as and I believe that they should our education over here in the US should help the US or should help South Africa and should help Iraq and the Asian countries so we will be able to build up our future for our children.”

Nicht nur, dass das Video dazu schon wieder ein paar Millionen Views auf YouTube vorweisen kann, Busted Tees hat das glorreiche Zitat gleich zum T-Shirt-Motiv erhoben:

more maps!

Ich hab noch eine ganz tolle Benefiz-Idee: Von den Erlösen des Shirts sollten Landkarten für strukturschwache Gebiete in den USA angeschafft werden.

(via T-Shirt Watch)