Die Welt, sie ist mal wieder ein Stück besser geworden. Wie oft habe ich beim Frühstücksei, beim Hähnchenschnitzel oder im Wienerwald darüber sinniert, wie ungerecht es doch ist, dass unsere engen tierischen Freunde, die Hühner, keine so tollen T-Shirts tragen können wie wir. Ja, schön und gut, jetzt haben die Ökos ihnen mehr Platz in ihren Legebatterien verschafft und protestieren gegen Massentierhaltung – aber was hilft das ihnen, wenn sie immer noch so dümmlich rumlaufen? Ich meine, Federn! Braun, weiß. Wie sieht das denn aus? Kein Wunder, dass man Hühner eher belächelt und die armen Tiere für dumme Scherze herhalten müssen.
Neidisch schaute das traurige Federvieh auf Hunde und Katzen: von ihren Herrchen geliebt und gehegt, bekommen sie Design-Futter, Spielzeug und eben auch Kleidung. Doch Schluss damit! Jetzt aber ist ein wichtiger, gar Epoche machender Schritt zur Gleichstellung von Mensch und Geflügel vollzogen: Halleluja, jauchzet, frohlocket, rufet Hosianna laut heraus: das Shirt für das Huhn ist da!!

Eine amerikanische Firma, programmatisch benannt chickenssuit, macht Wirklichkeit, wovon Millionen, ach was, Milliarden einsamer Hühner nachts auf ihrer Stange immer träumten: Sie können sich anziehen! In ihrer unendlichen Güte hat die Company sogar fünf stylishe Motive erdacht, die die werten Damen vor eine harte Qual der Wahl stellen werden: Schick im Austria-Dress, weltmännisch, äh -hühnisch in der Japan-Flagge, old school im gestrickten Cardigan wie von Oma Henne oder, auch praktisch gegen den Fuchs, im topangesagten Military-Look?

Nein, ich vermute, der Renner sollte “Hairy” werden – endlich ein wuscheliges Fell (bei Sturm sollten sie dann nur aufpassen, dass kein Fernsehreporter kommt und ihnen in den Bauch brüllt, huhn sieht dann nämlich ein bisschen aus wie ein Windschutz. Egal.)

Nie wieder frieren, nie wieder doof aussehen! Revolutionär. Es sollte nicht verwundern, wenn diese glücklichen Hühner Ostereier legten! Ach, ich wollt ich wär ein Huhn.
(via Lifelounge)