Die T-Shirt-Wundertüte von A-B-T
April 29, 2009 on 7:20 pm | In Contest T-Shirts, Contests & Aktionen, Made in Germany, T-Shirt, T-Shirts, a better tomorrow | 1 Comment
Usern von A better tomorrow sind die Überraschungsaktionen sicher schon bekannt. André hatte ja regelrecht Amok getitelt und sie spritzig-schwungvoll Heiteefitzkat und Heiflippitzkat benannt … aber “Überraschungsshirt” ist wohl das handlichere Wort, und damit wäre auch alles gesagt: 12€ investieren, Größe angeben und ein Shirt aus dem A-B-T-Contest in Empfang nehmen. Welches auch immer. Nach dem Erfolg der vergangenen Aktionen wird das Ü-Shirt nun fester Bestandteil des Angebots bei A Better Tomorrow.
Wo wir gerade dabei sind: Der Minimal-Contest (nur eine Farbe) hat einen verdienten Gewinner. Mal wieder Heidenrespekt für die Designskills von Lars “TheW” Wunderlich und seine retro-futuristische Zeichnung “New World Order“. Dank feiner Rasterung sieht dem dem Shirt nicht mal an, dass der Drucker nur einen Pott Farbe anrühren musste. Heitee..fli… whatever.
Unicat Designs – denn wir sind alle verschieden!
April 28, 2009 on 11:10 pm | In Interview, Made in Germany, Musik, Review, T-Shirt, T-Shirts | No CommentsEs dauerte seit dem ersten Mailwechsel etwas, bis dieser Artikel zustande kam. Immerhin ist in dieser Zeit die Seite von Unicat Designs nochmal überholt und richtig schick gemacht worden.
Der Name gibt die Richtung vor: Unicat möchte das ganz besondere T-Shirt bereitstellen, das du schon immer haben wolltest und geht auf alle Sonderwünsche ein. Genauer wollen wir es jetzt von Pierre Dammer wissen, dem Kopf hinter Unicat, der jetzt live am Shirtspotting-Mikrofon steht:
Hallo Pierre. Stell dich und dein Baby doch einmal in ein paar knappen Worten vor.
Hallo, ich bin Pierre. Ich bin 26 Jahre alt und wohne in Offenbach am Main. Ende 2008 habe ich das Label „UnicatDesigns“ gegründet und arbeitete mich in die Branche intensiv ein. Bei Unicat Designs kannst du dein Shirt deinen Vorstellungen anpassen. In unserer Kollektion findest du Party Shirts, Techno Shirts, Streetwear und Taschen. Es stehen dir bei den angebotenen Shirts derzeit schon viele Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Ich drucke natürlich auch deine eigenen Motive.
Wie lief der Beginn des Labels? Also: wie kam Euch die Idee, wie verliefen die ersten Schritte, wie waren die ersten Resonanzen…?
2008: Am Wochenende ist ne Party, ich brauch noch etwas Cooles zum anziehen. Ich gehe einkaufen. Das erste Shirt hat ein schönes Motiv, aber der Spruch gefällt mir nicht. Das zweite T-Shirt gefällt mir vom Schnitt gar nicht. Beim dritten gefallen mir die angebotenen Farben nicht, das nächste hat zu lange Ärmel….. Warum bekomme ich mein Shirt nicht so, wie es mir gefällt? Also fasste ich den Entschluss und designte meine ersten Shirts. Anfangs noch mit Bügelfolien, deren Qualität mich aber nicht so überzeugte. Ich wurde aber desöfteren in Clubs oder auf der Straße auf meine auffälligen Shirts angesprochen. Da ich mich derzeit sowieso beruflich umorientieren wollte, machte ich mein Hobby zum Beruf.
Die Idee ist also, T-Shirts anzubieten, die sonst niemand trägt. Das versprechen/ ermöglichen die großen Print-on-demand-Anbieter wie Spreadshirt, Shirtcity oder Shirtinator doch eigentlich auch …? Wo liegt also der Unterschied?
Bei mir kannst du die Farbe des Motivs, des Shirts, den Schnitt wählen, den Spruch ändern, Motive kombinieren… Denn hier wird das Shirt extra für dich gedruckt. Außerdem hast du die Möglichkeit, deine mit unseren Motiven zu kombinieren. Wir erstellen dir dein Wunsch-Shirt. Und auch schwierige Motive versuchen wir für dich umzusetzen. Ich versuche die Vorstellungen des Kunden zu 100 % auf das Shirt umzusetzen. Ich bringe auch graphisch aufwendige Designs auf die Ware. Außerdem drucke ich im Gegensatz zu anderen Anbietern, die die Auswahl der Flex-/Flockfarben meist auf 3 begrenzen, auf Wunsch mit mehr Farben. Das ist natürlich arbeitsintensiver, aber so erhält der Kunde sein Unikat.
Ungewöhnlich sind auf jeden Fall deine Druckmethoden: Flexprint sagt mir ja was, wobei ich diese regenbogenglänzende Folie noch nicht kannte. Was aber hab ich mir unter dem Chromablast-Verfahren vorzustellen?
Der Chromablast-Druck ist ein neuartiges Druckverfahren, das nur auf hellen Textilien möglich ist. Die spezielle Baumwolltinte reagiert auf dem Transferpapier unter Druck und Hitze mit der Baumwolle. Es bleibt keine Folie auf dem Shirt zurück, die evtl. stören oder reißen könnte. Der Druck bekommt nach dem ersten Waschen einen textilartigen Griff. So ist es möglich, kostengünstig Unikate und kleine Auflagen zu erstellen. Ich benutze auch gerne Spezialdruckfolien wie die regenbogenfarbene. Ich bin immer bemüht, mein Sortiment so zu erweitern, dass ich meinen Kunden immer etwas Neues bieten kann.
Die Designs sind auf jeden Fall musiklastig, und zwar kommt da häufig Techno vor. Ist das dein Szene-Ursprung?
Kann man so sagen. Ich und mein Freundeskreis hören gerne Technomusik, gehen auf Partys und besuchen Events.
Machst Du sozusagen Clubwear?
Ich mache Shirts usw. mit Partymotiven, die auch im Club auffallen. Ich leg mich da aber nicht fest. Wenn ich eine Idee für ein Streetwear-Produkt habe, stelle ich das eben her.
Was inspiriert Deine Designs sonst so?
Ich bin ein sehr kreativer Mensch und habe ständig neue Ideen, wenn mir etwas einfällt dann muss es auch sofort aufs Shirt.
Welches Unicat-Design gefällt dir persönlich am besten?
Das wechselt bei mir eigentlich ständig. Meist gefällt mir mein neuestes erst einmal am besten.
Wie oft gibt es Neuerungen bei Euch, d.h., wie oft sollte man auf Eurer Seite vorbeischauen?
Da derzeit noch nicht alle erhältlichen Designs online sind, wird es bei UnicatDesigns ständig etwas Neues geben. Für Damen bieten wir derzeit alle Motive auf 4 verschiedenen Shirt-Schnitten an. Für Herren wird in den nächsten Tagen zu dem Standard-Shirt noch ein dickeres Slim-Fit Shirt erhältlich sein.
Vielen Dank, Pierre. Das Stück, mit dem mich Unicat überzeugt hat, war übrigens Umbrella Butterfly: ein sehr schickes Motiv, auf das man auch mal angesprochen wird. Meines Erachtens perfekt so wie es ist, also muss kein zusätzlicher Spruch oder Glitter drauf. Möglich wäre es jedenfalls. Der Chromablast-Druck ist tatsächlich kaum fühlbar, gleichzeitig jedoch farbintensiv und gestochen scharf. Als markenspezifisches Erkennungszeichen hat es einen goldenen Innendruck im Nacken innen und außen. Am Shirt selbst gibt’s auch nichts zu meckern, wenngleich es nicht diese kuschelweiche Continental- oder American Apparel-Pracht ist. (Update: Pierre verspricht für die nähere Zukunft, auch noch ein schön dickes Slim Fit Shirt, mit kuschelweichem Stoff (250 g/qm) ins Sortiment zu nehmen) Dafür sitzt es sehr gut, und wäre man körperlich besser in Form als ich, könnte man bestimmt von Sexiness sprechen.
Eine Auswahl der Shirtmotive habe ich hier im Artikel verteilt, wobei die natürlich subjektiv ist (guess what, wie auch das ganze Blog). Der Glanz- und Glitzeroverkill ist persönlich nicht mein Geschmack, aber die Idee von Unicat ist es ja, niemanden unbefriedigt nach Hause zu schicken. Eigentlich hätte ich mir schon allein wegen meines Nachnamens die Engelsflügel ordern sollen… Naja, das nächste Mal vielleicht.
Jaja, deine Mudder
April 27, 2009 on 4:18 pm | In T-Shirt, T-Shirts | 1 CommentQuasi ein Nachtrag zum vorletzten Artikel: auch Stüssy hat sich in der “great minds”-Serie berühmte Denker als ikonische Abbilder vorgenommen und mit einer Extraportion Farbe remixt. Erinnert mich stark an eine Freizeitbeschäftigung, der ich selbst gerne, vorzugsweise beim Telefonieren nachgehe: Zeitungsfotos mit Markern zu Leibe zu rücken. Den Herrn Freud find ich besonders gut, die anderen aufgehübschten Geistesheroen sind Shakespeare, Thoreau, Marx und Einstein.

via Hypebeast
Mit Kauflink kann ich spontan nicht dienen, wahrscheinlich eher offline zu finden.
Zum Tage: Progresswear
April 26, 2009 on 11:03 pm | In Politisch, T-Shirt, T-Shirts | 1 CommentGut gut. In Berlin hat “Pro Reli”, diese Allianz aus Kirchen, Union, FDP und Springerpresse vom Wähler die zu erwartende Klatsche bekommen, sogar noch deutlicher als erwartet, da bei den wenigen abgegeben auch noch die Nein-Stimmen überwogen. Damit bleibt Religionsunterricht ein Extrafach für die, die wollen. Allerdings relativiert ein Blick auf die USA das ganze Hickhack: ob Religionsunterricht in den Vormittag rutschen sollte, soll, müsste aus Sicht der Religionsskeptiker immer noch ein Luxusproblem sein. Selbst wenn die Initiative erfolgreich gewesen wäre, wären wir gottseidank zum Glück noch meilenweit von amerikanischen Verhältnissen entfernt, wo Kreationisten fordern, die biblische Schöpfungslehre als Fakt gleichberechtigt neben die Evolutionslehre zu stellen. USA ist in dieser Hinsicht ja ein Staat der Extreme, ein Schmelztigel aus einigen smarten und progressiven Köpfen und ziemlich vielen religiösen Fanatikern. Erstere läuft gegen die letztere Gruppierung Sturm, erfindet eine satirische Quatschreligion wie den Pastafarianismus oder gründet ein Label wie Progresswear.
Progresswear versteht sich gewissermaßen als der Fachausstatter für die aufgeklärten thinking people, bzw. Believer (in science). Auf T-Shirts gibt es messerscharf treffende Slogans, mit denen man sich im Bible Belt sicher nicht allzuviele Freunde macht:
Obwohl der Darwin day am 12.Februar auch schon ne Weile her ist und der Aktionszeitraum bis zum 28.2. auch schon durch, werden die Aktions-Shirts immer noch zum Sale-Preis von 12.99$ angeboten. Dass Darwin nie die Existenz von Gott verneint hatte, lassen wir mal eine andere Geschichte sein …
Promi-Hybriden von Paste T-Shirts
April 24, 2009 on 11:01 pm | In Abwegiges, T-Shirt, T-Shirts | 1 CommentNew York hat ja den Ruf, ein Schmelztigel der Kulturen zu sein. In diesem Geiste hat wohl auch Jason Laurits für seine neuen Motive bei seiner Eigenmarke Paste T-Shirts die DNA von Hochkultur- und Popkultur-Ikonen kräftig gemischt. Wie weiland in Die Fliege sind aus diesen Experimenten ganz possierliche Kreatürchen herausgekommen.



Yo. Bei der Gelegenheit kann man sich auch gleich mal wieder dran erinnern, wie legendär scheiße die 80er und frühen 90er aussahen. Weiterhin gibt’s bei Paste auch nach wie vor das sehr feine Meta T-Shirt und “Damn, Girl” im Shop.
"Mush" von Sixpack ist da
April 23, 2009 on 10:32 pm | In Review, T-Shirt, T-Shirts | 1 Comment
Verdammt. Jetzt hab ich ein T-Shirt, das so toll ist, dass ich keinen Anlass weiß, der würdig genug ist, das zu tragen. Die anstehende Hochzeit meines Cousins vielleicht, aber da ist eine verspulte knallbunte Matroshka-Rakete (oder was das auch immer sein soll) vielleicht auch nicht ganz passend. Bis der Moment gekommen ist, könnte ich es vielleicht einrahmen und aufhängen, da seh ich wenigstens mehr davon, als wenn ich es selbst anhätte.
“Mush” wurde von der britischen Designschmiede LaBoca designt (die ein gewissse Vorliebe für die Halbschalenform haben), rausgebracht bei Sixpack.fr, hierzulande erhältlich bei Clear Cut Case – und an dieser Stelle mache ich gerade nochmal auf die Gutscheinaktion von CCC und Shirtspotting aufmerksam. Ein T-Shirt, das irgendwo more T-Shirt than T-Shirt ist. Für 42€ darf man natürlich auch was verlangen. Edles Drumrum wie der Hexagon-Anänger, ein Zierbändchen um den Kragensaum und natürlich eine exzellente Druckqualität in ich weiß nicht wie vielen Farben (10?), fein gerastert. Ein Aha-Erlebnis-Shirt, vergleichbar mit dem Moment, an dem man das erste Mal einen 40€-pro-Flasche-Wein trinkt, wo einem der für zwofuffzig ausm Lidl schon gereicht hat, weiß man plötzlich: die Qualitätsspanne geht noch ein ganzes Stück weiter.
1000 Dank an Sven und CCC.
Redundanz
April 22, 2009 on 2:17 pm | In Abwegiges, T-Shirt, Zwerchfell | No CommentsGnihi.

By Prankplace.
Bandshirts GEMAfrei halten!
April 20, 2009 on 6:23 pm | In Persönliches, Politisch, T-Shirt, T-Shirts, Uncategorized, Zukunftsmusik | No Comments
GEMA hat den Arsch offen? Der passende iPod-Skin.
Ich hatte eigentlich die GEMA immer für eine gute Idee gehalten: sie kümmert sich darum, dass Einnahmen, die direkt oder indirekt mit Musik erzielt werden, auch an die Urheber der Musik, die Künstler, weitergericht werden. Soweit die Theorie. In der Praxis brechen seit Jahren die Tonträgerverkäufe ein, Livemusik boomt dagegen. Also, wenn der eine Kuchen einschrumpelt, dann wendet man sich doch mal lieber dem saftigeren zu und versucht davon ein größeres Stück abzubekommen. Was genau die GEMA bewegt, aufzutreten wie die schlimmsten Kapitalismus-Mähdrescher, weiß ich nicht. Erst haben wir ihr die Sperrung aller YouTube-Musikvideos in Deutschland zu verdanken, und nun das: Die Rechteverwerter der Gema wollen mitten in der schärfsten Rezession die Tarife für Konzertveranstalter um fast 600 Prozent anheben und auch bei T-Shirt und Plakaten mitkassieren. Die bislang geltenden Abgaben an die GEMA seien viel zu niedrig gewesen.
Um nicht falsch verstanden zu werden ich bin absolut dafür, dass (gute) Musiker auch von ihrer Musik leben können. Ich kaufe CDs (oder mache Promo). Der Schuss der GEMA dürfte aber abslut nach hinten losgehen und damit gerade die treffen, die die Einnahmen am meisten brauchen. Die Kleinen mal wieder. Denn nun kann sich jeder selbst ausrechnen, was das bedeutet: Konzerte werden teurer, die einzigen Musiker, die ein mehr als nur ein bisschen von der GEMA profitieren, sind die ab einer gewissen Größe. Für Veranstalter, gerade die kleinerer Konzerte, entsteht hingegen ein hoher Kostendruck. Das müssen sie zwangsläufig an die Endverbraucher weitergeben.
Der eigentliche Hammer und auch der einzige Weg (um das Thema T-Shirt-Blog-gerecht aufzubereiten) ist aber die 10%-Beteiligung am Merch. Hallo, merkt ihr was? Gema steht für “Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte”. Musikalisch. Ist ein T-Shirt ein Musikstück? Ist es eine Aufführung? Guess what, Leute: Ein T-Shirt ist ein Kleidungsstück! Soll man für etwas GEMA-Gebühren abführen, weil ein Bandname draufsteht? Nein, das ist endgültig nicht mehr zu rechtfertigen. Als nächstes wäre dann für so ein T-Shirt auch noch GEMA-Gebühr fällig, weil Noten drauf sind, oder für die Kaffeetasse, die neben mir steht, weil da ein Bild von Jimi Hendrix drauf ist?? Der Preis für Bandshirts sind eh schon ein Kompromiss zwischen Status der Band, Herstellungskosten und Gewinn. Selbst mitbekommen habe ich diese Szene: Der Merchandiser von Superpunk sagte einmal zwei Hohlbratzen am Stand, die um ein geschenktes T-Shirt bettelten: “Ich muss neun T-Shirts verkaufen, um mit dem zehnten Gewinn zu machen”.
Was gerade mit der Musik passiert ist spannend für die Musiker und Konsumenten und bitter für die althergebrachte Industrie. Alte Verwertungswege sind nicht mehr ergiebig. OK. Jetzt müsste nur noch jemand draufkommen, dass sich so allmählich auch Vereine wie die GEMA erübrigt haben und Bands das Ruder wieder zunehmend selbst in die Hand nehmen (müssen). Frage ist jetzt, wie bringt man es ihnen bei? Wenn wir in Berlin wegen Pillepalle wie Religionsunterricht und total unnötigen Flughäfen Volksentscheide hinbekommen, kann man nicht auch eine kontra-GEMA Bewegung initiieren (und die GEZ gleich mitabschaffen?)?
iPod-Skin via Extraneo.it
Google Goatse
April 20, 2009 on 5:08 pm | In Abwegiges, T-Shirt, T-Shirts, Zwerchfell | No CommentsZufallsfund beim Illustrieren des kommenden Beitrags:
The GoogleGoatse Shirt. Via Nerdcore.
Neues von Bloodgold
April 17, 2009 on 9:18 pm | In Langärmlig, Made in Germany, T-Shirt, T-Shirts | No CommentsBloodgold aus Hürth habe ich ja letztes Jahr schon mal gefeatured, nun sind sie mit neuen Motiven am Start, die die Bloodgold-Linie konsequent weiterverfolgen. Heißt: sie spielen gekonnt mit der Aufdruckposition, sodass das Kleidungsstück und der Träger Kulisse sind statt bloßer Leinwand. Und da alle drei so gelungen sind, muss ich sie auch alle drei vorstellen.
Das Messer am Hals. Ein Gefühl, das bei der wirtschaftlichen Lage vielleicht manche Leute gerade aus dem produzierenden Gewerbe kennen. (Vielleicht) um solche aktuellen Assoziationen zu vermeiden haben Bloodgold das Motiv “Holofernes” genannt. Nicht nach dem Wir-sind-Helden-Singezahn, sondern deren biblischem Namensvorbild Holofernes, dem Heeresführer der Assyrer aus dem Buch Judit im AT, dem der Legende nach durch die schöne Judith das Haupt vom Leibe getrennt wurde (Guckt mal in der Google-Bildersuche nach den Bebilderungen dazu). Vorsicht beim An- und Ausziehen scheint hier geboten. Und zugreifen, gerade gilt der Einführungspreis von 25€.
Zweitens: ein Top für die Damen. Die Idee dazu hat der Simon in seiner Mail schon so gut beschrieben, das klau ich mir einfach:
Auf dem Shirt CLEAVAGE soll das Design erst auf den zweiten Blick entdeckt werden, wenn die Trägerin sich bewegt und sich so die Lichtverhältnisse und -reflexionen ändern. So wird man, wenn man genauer hinsieht, eine Frau wahrnehmen, die sich mit aller Kraft an dem Ausschnitt des Shirts festhält, so dass sie nicht abgeschüttelt wird, wenn sich die Trägerin des Shirts ins wilde Leben stürzt.
Und auch ein Hoodie ist nun Teil der Blutgold-Linie. Für COCOON haben die Herren natürlich die Fronttasche genutzt. Um hier Arme herausgreifen zu lassen, was beim Tragen vielleicht so ein Känguruh-Feeling aufkommen lässt. Der Träger als Kokon für das Armwesen – oder doch der Hoodie als Kokon für den Träger? Interpretationssache. Jedenfalls drei witzige Beispiele dafür, wie man mit dem Medium Shirt spielen kann.
T-Shirt TV
April 17, 2009 on 8:39 am | In Blogroll, T-Shirt, T-Shirts, Uncategorized | 1 CommentIn Sachen T-Shirt-Verrücktheit sind uns die Amis ja weit voraus (vielleicht unter anderem deswegen, weil sie mehr Sonnentage haben?). Da scheinen auch solche scheinbar total abwegigen Ideen wie ein T-Shirt-Fernsehen anzukommen. Hierzulande werd ich ja mitunter ungläubig angeguckt, wenn ich sage, dass ich ein Blog nur über T-Shirts schreibe. Es geht noch spezieller: watchteev.com versammelt Videoclips über T-Shirts, über das Designen, Labels etc.
Für Leute mit einem gewissen Spleen oder Kleider-Fetisch ist das sicher amüsant, erst recht für Leute aus dem selben Biz. Da kann man etwa Artists wie Ray Frenden (den ich für einen super Designer und Zeichner halte, obwohl ich seine knallbunten Illustrationen nie anziehen würde) über die Schulter gucken, lustig gemachte Werbevideos gucken oder oder oder.
Ich hab mal ein Beispielvideo ausgesucht. Hier kann man im Schweinsgalopp sehen, wie ein Band-T-Shirt entsteht – in einer Kooperation der furchtbaren Emoband Scary Kids Scaring Kids mit KILL brand:
[vimeo 3806012]
Clevere T-Shirts
April 14, 2009 on 10:41 pm | In Abwegiges, Leserfragen, T-Shirt, T-Shirts, Zwerchfell | 1 Comment
Shirtspotting-Leser Oleg hat mich auf diesen Link aufmerksam gemacht (Danke!): Toxel.com hat ein paar T-Shirts gesammelt, die die gestalterischen Möglichkeiten etwas weiter ausnutzen. Darunter: der falsche FedEx-Umschlag unterm Arm, die Haarverlängerung und das Radier-dich-selbst-aus-Shirt. Und mehr. Bitte anklicken und schmunzeln.
Ich war ein Wichser
April 12, 2009 on 10:23 pm | In Abwegiges, Politisch, Sonstiges, T-Shirt, T-Shirts | 8 Comments
So, und zum Abschluss unserer kleinen Update-Serie für heute ein wenig WTF aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den United States of Absurd. T-Shirts sagen ja getreu der alten Sozialpsychologen-Maxime “Man kann nicht nicht kommunizieren” (Watzlawick) immer etwas über den Träger aus. Das kann subtil sein, indem man einfach Stil beweist, weniger subtil, wenn man sich als geschmacksblinder unlustiger Vollidiot offenbart, oder eben die Message so richtig direkt in die Fresse verabreicht. In letztere Kategorie fallen die T-Shirts, die die christliche Gruppierung p4cm (Passion for Christ Movement) feilbietet. Wenn du also zu Gott gefunden hast, deinen Sünden entsagt hast, dann kannst du es doch gleich auf deiner Brust spazierentragen: Ich war ein schlechter Mensch. Ich war ein Sünder! Ein EX-Masturbator. EX-Fornicator (das sind so Leute, die nicht unbedingt Beziehungen brauchen, um Sex zu haben). EX-Diva. EX-Hustler. EX-Porn addict (damit sind übrigens nicht die gemeint, die sich bevorzugt zu Amateuraufnahmen aus beendeten Beziehungen den Kasper schneuzen). Besonders gut: EX-Atheist. Und on top: EX-Homosexual! Halleluja. Homosexualität ist nämlich heilbar. Wie viele davon können sich das EX-Hypocrite wirklich anziehen?
Unter Style-Gesichtspunkten schneiden die Shirts übrigens auch nicht gut ab. Was aber bei den Gläubigen im Endstadium wohl auch egal sein wird, da ja das Wesen zählt und nicht die schnöden äußeren Werte. Prinzipiell lobenswerte Einstellung – aber so? Fragt sich ein EX-Christ. Möchte mal dazu jemand ein T-Shirt machen?

Stijl 09
April 12, 2009 on 9:41 pm | In Contests & Aktionen, Sonstiges, T-Shirts | No Comments
Ein Veranstaltungshinweis aus dem Hause Limitees.com: Am 25./ 26. April wird in Mainz unter dem Namen “Stijl 09″ ein Lagerverkauf-Event stattfinden, bei
dem es haufenweise T-Shirts Streetwear und anderes cooles Textil von 20 Marken zu erwerben gibt. Der Einladung selbst muss ich schweren Herzens absagen, aber für alle aus dem Großraum Rhein-Main, die ein Herz für Fashion haben, wird es sich sicher lohnen:
1.000 Quadratmeter, 30 Brands, fette Deals für T-Shirts, Streetwear, Snowboards, Skatekram & mehr!
Chillige Sofas, Worscht, Bier, Beats & Breaks.
Näheres und die Chance auf Startguthaben zum fröhlichen Shopping gibt es auf stijl-mainz.de
Die Gewinner der Pleasant Beef-Verlosung
April 12, 2009 on 9:14 pm | In Contests & Aktionen, Shirtspotting, T-Shirt, T-Shirts | 3 Comments
Zufriedenheit allerorten: Die Aussicht, ein paar der oberschicken Pleasant Beef-Shirts für umme abgreifen zu können, hat satte 20 Kommentare gebracht, was für Shirtspotting erstaunlich viel ist. Im Beef-Headquarter Leipzig hat man schon mal ein paar Lorbeeren und Rückkopplungen einheimsen können. Nun können sich auf ein Gratisshirt freuen: Febstar, Teca, Fabian, Simon & Julian.
Alle anderen müssen nicht traurig sein, sondern dürfen über 5€ Rabatt im Pleasant Beef-Shop freuen. Mit dem Codewort “Verlosung Shirtspotting” erlassen Euch die Fleischermeister gerne einen kleinen grünen Schein. Und zwar noch bis zum 30.4. !
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