Nicht uninteressant ist die Idee, die die italienische Firma QR-Tribe anbietet.
Die Idee: in vorgefertigte Designs individuelle QR-Codes einzusetzen. Wenn man also so richtig volle Kanne auf Vernetzung galore aus ist, kann man das mit einem QR-Tribe-Shirt beschleunigen. Man kauft ein Shirt, legt online fest, auf welchen Inhalt der Code auf seinem Shirt verweisen soll (z.B. die eigene Firmenseite, sein Myspace-/ Twitter-/ Facebook-Profil…), und dann kann jeder, der ein Smartphone mit der entsprechenden Software besitzt, diesen Code abfotografieren und die hinterlegte Website aufrufen.
In diesem Video wird das noch einmal erklärt:
Jetzt muss ich allerdings einmal ketzerisch fragen: braucht sowas irgendwer? Ich hab schon 2007 von ähnlichen Konzepten gehört, die nicht eingeschlagen haben. 2011 könnte das sicher ein anderer Stiefel sein, da sich Smartphones viel weiter verbreitet haben, und auch die QR-Technologie wird langsam angenommen.
… auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme darf nicht verletzt werden, und Haussuchungs- und Haftbefehle dürfen nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden und müssen die zu durchsuchende Örtlichkeit und die in Gewahrsam zu nehmenden Personen oder Gegenstände genau bezeichnen.
So lautet der vierte Zusatzartikel zur US-amerikanischen Verfassung. Und auch wenn das Bohei um Nackt,- respektive Körperscanner, am Flughafen nun etwas abgeklungen ist – die Frage, ob dieser Eingriff in die Privatsphäre nicht einen Schritt zu weit geht, ist nach wie vor eine kontroverse. Und auch wenn ich diesen Fund ca. vier Monate zu spät mache, um die große Medienwelle mitzunehmen – die Idee von 4th amendment wear ist in jedem Fall bemerkenswert. Sie besteht darin, den besagten Zusatzartikel auf T-Shirts und Unterwäsche zu drucken- und zwar mit metallener Tinte, so dass er auf dem Röntgenbild klar zu lesen ist.
Eine originelle, völlig gewaltfreie Art des bürgerlichen Widerstands. Selbst wenn der kleine Flughafenangestellte am Röntgenscanner im Zweifelsfall wenig bewirken kann, diese Technik wieder abzuschaffen.
Ja, T-Shirt kaufen ist eine Sucht. Da ist so ein Schrank doch rasch mal voll. Was macht man aber mit denen, die man nicht mehr anziehen will? Die Leichen im Keller, die Bandshirts von Bands, die man nicht mehr hört, die geschenkten Dinger, die Werbe-Shirts, die falschen Größen, die ausgewaschenen Stücke von gestern?
Hier ist ein Tipp für alle DIY-affinen Menschen. Es braucht nicht viel mehr als eine Schere, um aus alten T-Shirts ein grobes Strick- oder Häkelgarn entstehen zu lassen.
Dazu macht man Folgendes:
Sauberes T-Shirt nehmen, mit einer guten Stoffschere den unteren Bund abschneiden.
Von unten beginnend einschneiden, rundum in einer Spirale einen Streifen von ca. einem cm Breite abschneiden, bis man unter der Ärmelnaht angekommen ist.
Nun hat man einen laaangen Stoffstreifen. Um es noch etwas garn-artiger zu bekommen, kann man den Streifen nun stretchen. Wenn man nämlich leicht an dem Streifen zieht, rollt er sich ein.
Das entstandene Garn aufrollen. Voilà.
In diesem Video wird die Schnittechnik in Kürze vorgestellt:
… in diesem sieht man den ganzen beschriebenen Vorgang etwas ausführlicher. Eine andere Schnittechnik vermittelt dieses Tutorial.
Wer sich die Schnippelei sparen will, kann T-Shirt Garn auch über Etsy bei tapferen Schneiderlein bestellen.
Beim Schreiben dieses Artikels hab ich übrigens noch viel mehr lustige Artikel über kreatives T-Shirt-Recycling gefunden. Wenn ihr also weitere Artikel dieser Art lesen wollt: comment please.
In der grandiosen Futurama-Folge “Roswell that ends well” benutzt Fry ein Multi-Purpose-Spray, mit dem er sich schnell Stiefel und eine Armee-Uniform der 1950er-Jahre aufsprüht. Ganz so multi-purpose ist das Spray, das Designer Manel Torres bei der Londoner Fashion Week vorstellt noch nicht ganz, aber tatsächlich wurde hier mal wieder die Fiktion von der Realität eingeholt. Zusammen mit Partikeltechnologie-Professor Paul Luckham hat Torres das T-Shirt zum Aufsprühen entwickelt. Auf der Haut entsteht aus dem aufgesprühten Baumwollfasergemisch ein Material, das dehnbar, auszieh- und sogar waschbar ist. “Passt wie angegosssen” wird also als Redensart überholt sein – die Klamotten der Zukunft passen wie angesprayt!
Und so sieht die Angelegenheit aus:
(Update: ich hab mal das Video jetzt nur noch verlinkt, nachdem die Autoplay-Funktion nervig geworden ist: Ein Klick auf das Bild führt zum Video)
Sehr nette Idee, die die Firma Propheus da hatte: ein T-Shirt, das als Spielbrett zweitverwendet werden kann. In der Games Collection gibt es bislang drei Shirts, zweimal Backgammon und einmal Schach. Alle mit zusätzlichen Designelementen aufgepeppt, sodass man eben nicht nur ein simples Muster, sondern eben auch ein schickes Shirt anziehen kann.
Allen Shirts wird gleich ein hochwertiges Spielfigurenset beigelegt. Zudem ist jedes davon auf eine Auflage von 500 Stück limitiert. Die Shirts werden im Siebdruck handgefertigt, durchnumeriert und zudem stehen satte zwölf Shirtfarben zur Auswahl. Gute Idee. Jetzt bitte noch Mühle, Mensch Ärgere Dich Nicht und Go dazu.
So siehts aus, wenn man ein Label nicht regelmäßig verfolgt: man verpasst leicht was. So wie mir dieses Shirt von Made Of Awesome entgangen ist, welches ich erst heute über ihren Brandstore bei A Better Tomorrow entdeckt habe.
“Click“, designt von Urban Unique, ist nicht nur deshalb besonders, weil die Sprechblase im Dunkeln phosphoresziert. Auch die Kamera ist nicht einfach nur aufgedruckt, sondern gestickt. Und das Beste: man kann sich bei MOA sogar die Farbe des Garns wünschen, mit dem die Knipse ins Textil gestickt wird. Also ein wirklich besonderes Shirt zum Individualistenpreis von 34 Euronen.
Entdeckt habe ich dieses sehr originelle Stück zwar bei poorly dressed, aber es gehört eindeutig in die WIN-Abteilung.
Die Idee: einfach die Arme um sich legen, gegeneinander auf- und abbewegen, und schon verkörpert man Tyrannosaurus Rex. Ist natürlich großartig für alle kleinen und großen Kinder. Solche und ähnliche (Gecko, Hai, Frosch…) Longsleeves vertreibt Mouth Man. Gute Nachricht: die gibt es nicht nur für Kinder.
Sehr bemerkenswerte Randnotiz, auf die ich beim Durchstöbern der Seite gestoßen bin: gegründet wurde Mouth Man von Ross Valory, Bassist und Gründungsmitglied der Mainstreamhardrockband Journey. Nun ja, eigentlich auch ne begrüßenswerte Sache, einfach mal so ne gute Idee auch anzupacken und sich nicht darauf zu verlassen, den Rest seines Lebens “Don’t Stop Believing” zu begleiten.
Nun muss man noch leider anmerken, dass das Mouth Man-Seitendesign ähnlich geschmackvoll ist wie die Musik von Journey … aber hey, dieses Longsleeve da oben ist der Brüller.
Oh mein Gott. Die meinen das ernst. Inchwear bietet T-Shirts mit Längenangaben an, die sich wohl ziemlich eindeutig auf die Ausstattung in der Männerhose beziehen. Dazu gibt’s dann immer noch nen passenden Spruch.
Li: 7″ (ca. 17,8 cm), re: 9″ (ca. 23 cm)
Da unsereins die Maßeinheit Inch nicht so vertraut ist, kann hier mal eben nach dem Linealanlegen nachgesehen werden, welches Stück wohl am ehesten in Frage käme. Rundungsungenauigkeiten können da natürlich noch unterlaufen.
Lustig finde ich, dass die Shirts erst ab 6″ losgehen, was ja dem Durchschnitt entspricht. Die unterdurchschnittlich Bestückten müssen dann entweder flunkern oder sie verzichten gleich ganz. Lieber nichts versprechen, was mann nicht halten kann.
So oder so gäbe es vielleicht noch mehr Gründe, auf den Erwerb eines Inchwear-T-Shirts zu verzichten…. es mutet schon ziemlich Ballermann an, wie dieses Video zeigt:
Die aktiv leuchtenden Shirts von Joyshirt habe ich ja schon vor einer Weile besprochen. Einen klassischen T-Qualizer habe ich sogar selbst zu Hause, und das Shirt, das ich nur zu ganz besonderen Anlässen trage (Auftritte oder Auflegen o.ä.), sorgt immer zuverlässig für einige Aufmerksamkeit.
Dafür muss man in Kauf nehmen, dass man das gute Stück von Hand waschen muss, da das Panel nicht so gerne geknickt und geschleudert wird. Überhaupt ist das Teil nicht unbedingt das Wohlfühl-Stück, da man ja noch ein Kabel auf der Haut trägt und das Batteriefach auch nicht nichts wiegt. Den Showeffekt ist es allemal wert.
Eine nützliche Innovation in diesem Bereich hat Joyshirt zu vermelden: das Leuchtpanel, das nicht mehr fest am Shirt angenäht ist, sondern mit Klettverschluss angebracht:
Das ist also durchaus praktisch: die sensible Technik einfach abnehmen, der Rest kann ganz normal in die Maschine. Damit Ihr seht, wie das in Action aussieht, haben Joyshirt auch ein paar Youtube-Vorschauvideos bereit gestellt (zum Glück, da die Bilder auf der Seite nicht besonders viel taugen). Hier ist zum Beispiel ein soundaktives, das auf Lautstärkepegel reagiert: je höher die Amplitude des Umgebungsschalls, desto mehr Bereiche des Panels blinken auf:
Die maschinenwaschbare 2.0er-Version eines Shirts gibt’s in einigen Designs für Jungs & Mädels für 39,80 €, die letzten Exemplare der 1.0er-Version werden derzeit ab nur 9,90 € verramscht.
Eine weitere Mailbenachrichtigung, die thematisch zu neulich passt. Basti aus München hat ein ehrgeiziges Projekt: Von Anfang April ab wird er jeden Tag ein anderes T-Shirt anziehen und das dokumentieren auf seinem Blog Never Enough T-Shirts. Ganz neu ist die Idee nicht, da gibt’s zum Beispiel noch Year Of The T-Shirt (und auch vorher meine ich, schon mal eine Seite mit diesem Konzept gesehen zu haben). Die Jungs von I Wear Your Shirt machen das Shirttragen sogar zur Werbe-Dienstleistung. Dennoch: großen Respekt an eine T-Shirt-Sammlung, die meine zahlenmäßig locker ausknockt und außerdem an das Durchhaltevermögen, jeden Tag was zu schreiben. Respekt und viel Glück.
Manche Leute kriegen es ja nicht gebacken, jeden Tag was in nen Blog zu schreiben, selbst wenn die Beiträge nicht immer wortgewaltig ausfallen müssen. Die gucken sich dann Keith Walsh an und schämen sich gleich doppelt und dreifach. Bei ihm reicht die Produktivität gleich dazu, neben den nach wie vor sehr empfehlenswerten Turtlehead gleich noch ein Projekt namens A Year Of Tees zu betreiben. Der Name sagts eigentlich schon: jeden Kalendertag 2010 gibt es ein neues Motiv. Alle im Folgenden bestellbar. Natürlich fallen die grafisch weniger aufwändig aus (wenn man mal vom 90farbigen Siebdruck von ‘Abyss’ absieht), da für das alles ja pro Farbe ein Sieb geätzt werden muss. Mit wenigen Ausnahmen kommen hier besonders schwarz und weiß zm Einsatz. Und viel Typographie. Allerdings wird hier schon darauf geachtet, dass hier Shirts vorgestellt werden, die man auch wirklich tragen würde. Die Ideen machen halt den Unterschied, und davon muss Keith auch noch so einige aufbringen.
Wow … also echt: wow. Gegen die Übermegapackung Naturromatik-Airbrush-Batik-Kitsch, die The Mountain noch so anbietet, ist Three Wolf Moon eigentlich noch einer der harmloseren Vertreter.
Ich bin sprachlos. Ich glaub, mir wächst schon beim Schreiben dieses Posts ein Nackenspoiler.
Um’s mal im bester Doktor-Sommer-Manier auszudrücken: Ein Vorzeitiger Samenerguss ist ein häufiges Problem unter jungen Männern.
Der Kondomhersteller Durex hatte da eine Idee, die wie alle genialen Einfälle, eigentlich ziemlich simpel ist: dort, wo die Action stattfindet, garantierte boner killer anzubringen: nämlich auf Kopfkissenbezüge aufgedruckt. Also, da wir Männer ja ziemlich visuell funktionieren, funktioniert das vielleicht sogar besser als in Momenten des höchsten Drucks an die Unterwäsche von Claudia Roth o. ä. zu denken. Ich sähe beim nochmaligen Betrachten der Bilder allerdings eher die Gefahr, in Gelächter auszubrechen …