Archive for the ‘Nachrichten’ Category

Hey kids! You love Adolf Hitler?

Monday, April 28th, 2008

In Blog-Tagen gemessen ist das auch schon wieder ein alter Hut. Dennoch, wenn es schon ein T-Shirt-Thema gibt, das seine Kreise in der Netzwelt zieht, dann möchte Shirtspotting als Zentralorgan für kurzärmlige Oberbekleidung nicht nachstehen.

Der werbeblogger bloggte: Ein Amazon-Händler in den USA bietet bot “I Adolf Hitler”-T-Shirts für Kinder (für Kinder!!!!!!!) an. In den comments wurde zudem auf die ebenfalls erhältlichen “I love Josef Mengele” oder “I love Joseph Goebbels“-Shirts hingewiesen. Mittlerweile hat Amazon reagiert und alle Artikel aus dem Angebot genommen. Ob die Welt deshalb wieder in Ordnung ist? Ich weiß nicht. Dass hier offenbar auf einen Absatzmarkt spekuliert wurde, und dass es den wohl irgendwie gibt, ist als Gedanke schon extrem gruselig.

Im Netz

Wednesday, April 23rd, 2008

1. Mal was anderes als Blogs: Ein T-Shirt-Magazin im Netz. Noch relativ neu, aber mit ehrgeizigen Zielen. Und starker Community-Beteiligung. Sieht auch aus, als könnte das noch richtig gut werden. Checkt: http://www.t-shirtmagazine.com/

2. Der designspotter hat ein neues Design. Durchaus aufgeräumt und mit nem richtig amtlichen Logo.

Neu ! Neu !! Neu !!!

Friday, April 18th, 2008

stempelIch feiere hiermit meinen 150 Post. Dafür gibt es einen selbstgemachten Stempel, ein Fleißbienchen von mir an mich und einen Riesenberg neue Shirts. Wow.

Fangen wir an mit Scribtee: Dort sind zwei schöne neue Shirts rausgekommen, The Ghost Ship und The Tree Chair. Ersteres sieht toll aus (das zweite natürlich auch) und ein Shirt in der Farbe Lime hab ich glaub ich auch noch nicht.

Ghost Ship, Chair Tree

Ebenfalls neu: der Scribtee-Blog! Darin werden nicht nur die Neuvorstellungen und Gewinn-Motive kundgetan, sondern auch die Designer kommen in Interviews zu Wort, bislang muro und draco. Super Sache, sehr lesenswert. Ab jetzt in der Blogroll.

Dann: A better tomorrow. Superheldenstyle, Star Wars meets Comic. Heraus kommt: A Better Yesterday.

Schließlich waren früher die Comics und Science Fiction-Filme besser, so wie alles. Erkannt und umgesetzt wurde das hier von Lars “The W” Wunderlich von Peachbeach. Ein Shirt für kleine Kinder in großen Männern, ein Kinoplakat für die Brust.

Werden wir international. Der kürzlich besprochene Glenn Jones hat auch drei neue Glennztees draußen. Am besten davon find ich das Kicker-Teamfoto. Das wäre doch ein schönes Geschenk für Kickerfreaks, oder? Dazu gibt’s dann noch ein Ghostbusters-Handstaubsaugergerät und ein Waldhorn (oder was ist das für ein Instrument?) spielender Ninja . Nunja.

Akumu Ink Nevermorehaben mir eine Mail geschrieben, dass sie ihre erste Bestellung aus Deutschland bekommen hätten. Wenn das ein Leser dieses Blogs war, dann wär das für mich ne sehr schöne Sache. In diesem Fall bitte in den comments melden! Jedenfalls machen die weiter mit ihrem Stil. Zwei Neuheiten gibt’s, dabei ein sehr schönes Raben-Shirt, mit schwarzer Glanz-Tinte auf schwarzem Shirt gedruckt. Vielleicht ein bisschen arg gothic, aber das immerhin richtig stilvoll und klischeefrei. Und dazu sind die scharfe Schere, die Medusaschlangen und die tolle Grinse-Katze nun preisreduziert. Extra-Props gibt’s für die scheinbar mit dem Handy geschossenen Produktfotos. Doch, echt.

Fahrradfahrer! Hier ist Eures (bzw. Unseres!): Fahrradfahren als subversives Verhalten. Against the current. Current was eigentlich? Ich glaub hier ist wieder diese französische Englisch-Schwäche am Werk… Oder meine ich das nur wegen meiner persönlichen? Egal. Fahrt Fahrrad, tut Gutes für Euch und die Umwelt, fahrt wie die Berserker, seid stolz darauf und tragt dieses Shirt von Le Filtre du Monde dazu! Aber das Reflektorbändchen am Arm nicht vergessen, damit ihr dann so subversiv ausseht wie die Models auf der Seite…

Jeder Mensch sollte wenigestens ein Roboter-Shirt besitzen. Oder so viele wie möglich. Es kann gar nicht genug geben. (Checkt die beiden Listen bei hideyourarms!) Der britische Shop Urban Retro hat den Roboter-Monat ausgerufen. Wer bis Ende April eines der Roboter-Produkte (neben Shirts auch Spielzeuge, Wallsticker und iPod-Überzüge) bestellt und den Code LOVEROBOTS eingibt, erhält 15% Nachlass. Siehe Blogeintrag dazu.

Auch toll: die Nachdrucke von GoApe-Shirts. Ich mag The Persistence of Rock, das es jetzt auf Oliv gibt. Neu ist The Waste Land, inspiriert von dem T. S. Eliot-Gedicht, das auch Stephen King für sein siebenbändiges Mammutwerk “Der Dunkle Turm” verwendet hat (“The Waste Land” ist der Originaltitel des Bandes “tot”). Nur die Umsetzung erinnert leider eher an Guns’N'Roses als an epische Sagenlyrik. Deswegen hier verhaltene Begeisterung.

So, inzwischen bin ich einmal komplett durchgedreht, wegen Layoutgeschichten. So schön es ist, seit dem letzten Wordpress-Update Bilder auch im Textfluss einordnen zu können, mit vielen Bildern hat man’s schwer.

Shirtspotting auf der Re:Publica 08

Monday, April 7th, 2008

Ein kurzer Rückblick. Über die Re:Publica ist viel geschrieben, getwittert und berichtet worden, sodass ich nur mal meine persönlichen Einschätzungen loswerden will: Das umfangreiche Programm bot zahlreiche Highlights, von anderen Veranstaltungen hätt ich mir persönlich mehr Informationsgewinn erhofft. Es ist auf jeden Fall schön, mal die ganzen Leute, die man so liest, in Persona vor sich zu haben. Alle Infos zu Aufzeichnungen, Daten, Fakten, Links etc. finden sich auf der offiziellen Seite, weswegen ich hier nichts mehr darüber verlieren muss.

Mein Vorhaben war ja, meinen Blog-Titel in Realität umzusetzen und die Shirts zu dokumentieren, die so von der Blog- und Technik-Elite getragen werden. Das war wenig erfolgreich. Zum einen war das Wetter nicht so ganz das T-Shirt-Wetter. Sprich, die meisten Teilnehmer trugen ihren Körper in der geschlossenen Beta herum, das Bild dominierten Sweater, Sakkos und Hemden. Und ich hatte nur an einem Tag meine Kamera einsatzfähig dabei, am Tag 3 versagten mir die Akkus ihren Dienst. Ein paar Bilder konnte ich dann doch noch machen:

Im Einzelnen: Alte Schule (Herkunft unbekannt), Der fette Vogel bricht den Ast von Rumpfkluft, ein Bright Eyes- Tourshirt (zum Digital Ash-Album), Neasden Control Center (die-gestalten-Verlag), Shirt eines Mac-Programmierers (offensichtlich), ein Bandshirt der Grindcoreler Graf Orlock, The Last Piece von threadless, sowie eine bemerkenswerte Umhängetasche.

Ansonsten kann ich aufatmen: ich hatte mich ja für nerdig und computersüchtig gehalten. Was sich aber dort an geballtem Nerdtum anfand, bestätigte alle Klischees. Dass es Leute gibt, die nicht mal auf dem Diskussionspodium von ihrem Bildschirm ablassen können. Dass die Hälfte der Teilnehmer auch im Publikum immer ihr Notebook offen haben müssen, um im fünf-Minuten-Takt ihre Mails abzurufen, zu bloggen, in Echtzeit die besprochenen Seiten ansurfen und überwiegend verzichtbare Kommentare auf die SMS-Wand im Hintergrund des Podiums zu twittern (auch so ein Ding, das ich nie verstanden habe) … dagegen komm ich mir mit meinen Zettelnotizen und meiner Pausenbeschäftigung in Form eines nichtdigitalen Papierbuchs noch richtiggehend normal vor. Noch vor einer Woche hätte ich nicht geglaubt, dass man sich totbloggen kann – nun versteh ich das schon ein bisschen besser.

Heute Süddeutsche kaufen!

Friday, April 4th, 2008

So, in den Pausen der Re:Publica hab ich mir mein Freitagsritual gegönnt und das SZ-Magazin durchgelesen. Neben der wirklich lesenswerten Titelgeschichte über das Land China (gehört nur nicht auf einen T-Shirt-Blog, wird hier aber trotzdem empfohlen) findet sich auch ein Artikel über Jugendkultur, bzw. das völlig Fehlen derselben und der Ratlosigkeit, die mich bei “talking ’bout my generation” auch immer befällt. Was wird von den Nuller Jahren bleiben? Musikalisch, modisch? Ein großer Mischmasch aus zig Retrotrends, von denen keiner Bestand und längerfristig Relevanz erlangt hat. Zum Glück: T-Shirts gehen immer und T-Shirt gehören auch immer irgendwie dazu. Kann man auch online lesen, und es lohnt sich wirklich.

0814_jugend2.jpg

Ein paar Links

Wednesday, March 26th, 2008

Heute bin ich faul und weise einfach mal auf gute Postings in der T-osphere hin. Geht mal ein bisschen bei den Kollegen lesen.

1. Robotergeilerei ohne Ende: Bei Katrinas “T-Shirts Around The Internet” habe ich “We Robot” vom Chop Shop entdeckt. 51 Roboter aus Film, Literatur und Fernsehen auf einem Shirt. Auch andere Blogger gehen verständlicherweise steil auf dieses Design.

We Robot by Chop Shop

2. 80s Tees werden stolze acht Jahre alt. Ein schönes Interview mit Gründer Kevin Stecko hat Rangga auf T-Shirt Island geführt.

3. Beeindruckend dieser Testbericht von “So Many Shirts And Only One Body“: Bite Mark Clothing ist ein Ein-Frau-Betrieb aus Glasgow, der sich auf Horrormotive spezialisiert hat. Und die Shirts kommen in einer Leichensack-Verpackung, von der Gründerin handbeschmiert mit roter Farbe, handgenähtem Label auf dem Rücken, das die Waschanleitung nach außen verlegt und mit dem Hinweis “Hand printed by one hot bitch in Glasgow, Scotland” abrundet. Viele Fotos und ein sehr gutes Review.

4 . Neu in der Blogroll: Rumplo. An diesen etwas unglücklichen Web2.0-Namen sollte man sich erst mal gewöhnen, die Seite dahinter ist aber sehenswert. Das gleiche User-stellen-Shirts-ein-Prinzip wie Emptees, erweitert durch Community-Funktionen. Das ergibt eine schicke T-Shirt-Fundgrube, und auf die Staff picks kann man sich wirklich verlassen. Nur User könnten es noch etwas mehr werden. Deswegen weise ich hier noch mal drauf hin.

Update:

5. Bevor ich’s nochmal vergesse: Flachsi hat mich in den Kommentaren auf dieses neue Forum hingewiesen: spreadinator ist neu angetreten, um einen offenen, unverzerrten Meinungsaustausch über Spreadshirt, Shirtinator, Shirtcity und andere online-T-Shirt-Druckdienste zu ermöglichen. Auch hier fehlen nur noch die Benutzer, es bleibt aber zu wünschen, dass sich diese Plattform etablieren kann.

Unterhose mit Furz-Filter

Friday, February 22nd, 2008

Ich bin mal so frei und veröffentliche ein Fundstück, das nichts weiter mit der T-Shirt-Welt zu tun hat. Aber nachdem ich ja auch schon mal die Trommel-Hose vorgestellt habe und wir im weiteren Sinne in der Textilindustrie bleiben, darf ich das ja wohl.

Filterhose

Die amerikanische Firma Under-Tec bietet einen “Gas Eater” an, eine luftdichte Unterhose, aus der kein böses Wind chen mehr entweicht. Das Ding ist komplett atmungsinaktiv und nur an einer Stelle entweicht der Darmwind, von einem Aktiv-Kohlefilter gesäubert, blütenrein wie eine Frühlingsbö. Der beste Satz in dem Quellenartikel auf vol.at:

Weil seine Frau jahrelang an starke Blähungen litt, machte er sich daran, eine Unterhose mit Filter zu testen.

Das muss Liebe sein.

Nachtrag: hier ein Video, das Under-tec glatt als Werbevideo für sich benutzen könnte.

T-Shirts – das universelle Display

Tuesday, February 12th, 2008

 display-kopie.jpg

Ein Lesetipp: T-Shirts- das universelle Display ist ein Auszug aus einem Vortrag, den HU-Gastprofessor Ulf Poschardt gehalten hat und die Geschichte der Klamotte kurz und anschaulich zusammenfasst. Damit wir alle mal wissen, worüber wir hier eigentlich die ganze Zeit reden. Veröffentlicht bei Artschoolvets.

Vom Verschwinden der Bandshirt-Holländer

Monday, January 21st, 2008

Eines Tages/ Spiegel Online beschäftigt sich mit dem Verschwinden der illegal hergestellten Bandshirts, die vor Großkonzerten in Großmarkt-Mengen “für zehn Mack” verkauft wurden. Und jeder, der je auf einem Großevent war, wird sich grinsend an diese Wesen und ihre dreisten Plagiate erinnern (in meiner Erinnerung waren es allerdings nicht immer Holländer, sondern auch mal Türken, Albaner oder keine Ahnung was). Und ich gebe es zu, seinerzeit hatte ich auch so eines. Von Guns N’Roses, nach dem ersten Konzert meines Lebens im Münchener Olympiastadion. Das Shirt (ähnlich aussehend wie das abgebildete) zerfiel nach ein paar Monaten buchstäblich in der Waschmaschine.

G’nEin größtenteils netter Ansatz zu einem Artikel, zu dem ich allerdings Folgendes anzumerken habe:

Zugegeben: Kein anderes Kleidungsstück transportiert so schnell und sicher, was für ein Mensch da in der Hülle steckt. Aber will man das überhaupt wissen? Ich will nicht aufgrund der Musik beurteilt werden, die ich höre.

Genau darum geht es. Darum trägt man Bandshirts. Und die trägst du nur, wenn du überzeugt bist, gute Musik zu hören und dich mit deiner Band identifizierst.

Und da höre ich es, das Stampfen und Schnauben der Geldmaschine. Denn Bands und Managements haben die Merchandising-Daumenschrauben in den vergangenen zehn Jahren kräftig angezogen. Im selben Zeitraum sind ja auch Konzertkarten wahnsinnig teuer geworden. Sie haben die Holländer zusammen mit ihren Shirts für “Ten Marks” vor den Konzerthallen vertrieben, damit wir drinnen die Shirts für “Sixty Euros” kaufen.(…) Es gibt also keinen Grund mehr, überhaupt eines der völlig überteuerten Band-Shirts zu kaufen, jetzt wo es keine Holländer mehr gibt.

Messerscharf kombiniert, Schlaukopf. Das Geld ist es mal wieder. Und vielleicht sollte man deshalb auch Bandshirts erst recht kaufen, nachdem es schon nicht mehr üblich ist, für die Alben der Künstler Geld auszugeben. Das Live- und Merch-Geschäft ist, wie man vielleicht mittlerweile wissen könnte, zur Haupteinnahmequelle einer Band geworden. Es kann nämlich nicht angehen, dass Kleinkriminelle mit unlizensierten, schlecht gemachten Shirts mehr Schotter machen als deine Lieblingsband, von der du weiterhin Musik- und Konzerterlebnisse geboten bekommen möchtest.

Gute Musik wird auf T-Shirts ohnehin selten gewürdigt. Ich habe noch nie ein Mother-Tongue-T-Shirt, gesehen und Lee Hazlewood oder Tom Morello auf Baumwolle ist mir auch noch nicht begegnet. Dafür wird man mit Müll wie NoFX oder anderem Kram belästigt.

Ich habe schon massenhaft Mother Tongue-Shirtträger gesehen. Wo sie die wohl herhaben? Von Mother Tongue-Konzerten vielleicht? Da warst du wahrscheinlich nicht, weil die Schweine wollen ja so viel Geld. Tom Morello dürfte dank seiner Band Rage Against The Machine schon T-Shirt-Millionär geworden sein, in den 90ern gab es wohl keine Gymnasialklasse, in der nicht mindestens ein RATM-Shirt getragen wurde. Und, lieber Phillip Kohlhöfer, NoFX als Müll zu bezeichnen ist noch pubertärer als NoFX selbst; deine Ausführungen zu Tocotronic unterbieten dann alles. Sag ich als einer, der Tocotronic auch nicht mag.

Letztendlich hat man das halt davon, wenn man Nicht-Journalisten Texte veröffentlichen lässt.

Linkspaß am Dienstag

Tuesday, January 15th, 2008

1) Andy !! Listengott !!! 45 neue Roboter-Shirts auf Hide Your Arms:

Duh Zombie by Split Reason

Mal herausgepickt: Duh Zombie von Split Reason. 44 andere, zum Teil grandiose Roboter-T-Shirts bitte bei HYA anschauen.

2) Wir bleiben beim Listenwahn. Gute Frage: Was ist Euer Lieblings-T-Shirt für 2007? Keine Ahnung, was mich betrifft. Aber man kann bei Indie Threads indie (haha) Diskussion einsteigen.

3)  Gefunden auf T-Shirts Around The Internet : Tasty Tees, die Macher der viel beachteten Radiohead-zahl-was-du-willst-T-Shirts starten die nächste Aktion: anstatt die T-Shirts mit Motiv anzubieten, senden die Kunden ihr Wunsch-Shirt selbst ein, bedruckt werden sie für 7$ mit einem  von sieben, zum Teil doch recht schönen Motiven. Ganz superneu ist die Idee ja nicht, ich berichtete, aber ob die Macher die Riesenmaschine kannten, darf aufgrund der Sprachbarriere bezweifelt werden.

4) Liebe Raucher,

“Deutschland muss wachgerüttelt werden, was nur durch knallharte Provokation möglich ist.” Mit dieser Logik meinte eine “Internetagentur mit Sitz in Neuenbrook”, die unselige NS-Vergleich-Kiste aufmachen und auf der Seite http://www.rauchershirt.de/diese T-Shirts anbieten zu müssen:

Raucherstern

Mit vorhersehbarem Ergebnis: Der Zentralrat der Juden ist empört,  das Angebot wurde zurückgezogen (Bericht dazu z.B. hier). Hättet Ihr Euch das nicht vorher denken können? In einem Land, in dem schon “Autobahn gar nicht geht” provoziert man zwar mit jeglichen geschmacklosen Vergleichen aus der NS-Zeit zuverlässig, aber genauso zuverlässig gibt’s dafür halt medial auf die Fresse. Oder hättet Ihr geglaubt, die Politik ließe sich mit so billig plakativen Mitteln umstimmen? Anders als bei den politisch verfolgten und systematisch entrechteten Juden in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts hält sich mein Mitleid stark in Grenzen, wenn ich Euch nun draußen vor den Kneipen an Euren Zichten saugen sehe.

Nun ja, auf der Seite o. gen. Seite findet sich nun nichts weiter als ein offizielles Entschuldigungsschreiben, und dann weiß man, dass wenigstens der Name der verantwortlichen Agentur treffend gewählt wurde.

T-Shirts – auch für Hühner

Monday, January 14th, 2008

Die Welt, sie ist mal wieder ein Stück besser geworden. Wie oft habe ich beim Frühstücksei, beim Hähnchenschnitzel oder im Wienerwald darüber sinniert, wie ungerecht es doch ist, dass unsere engen tierischen Freunde, die Hühner, keine so tollen T-Shirts tragen können wie wir. Ja, schön und gut, jetzt haben die Ökos ihnen mehr Platz in ihren Legebatterien verschafft und protestieren gegen Massentierhaltung – aber was hilft das ihnen, wenn sie immer noch so dümmlich rumlaufen? Ich meine, Federn! Braun, weiß. Wie sieht das denn aus? Kein Wunder, dass man Hühner eher belächelt und die armen Tiere für dumme Scherze herhalten müssen.

Neidisch schaute das traurige Federvieh auf Hunde und Katzen: von ihren Herrchen geliebt und gehegt, bekommen sie Design-Futter, Spielzeug und eben auch Kleidung. Doch Schluss damit! Jetzt aber ist ein wichtiger, gar Epoche machender Schritt zur Gleichstellung von Mensch und Geflügel vollzogen: Halleluja, jauchzet, frohlocket, rufet Hosianna laut heraus: das Shirt für das Huhn ist da!!

Chickensuit 1

Eine amerikanische Firma, programmatisch benannt chickenssuit, macht Wirklichkeit, wovon Millionen, ach was, Milliarden einsamer Hühner nachts auf ihrer Stange immer träumten: Sie können sich anziehen! In ihrer unendlichen Güte hat die Company sogar fünf stylishe Motive erdacht, die die werten Damen vor eine harte Qual der Wahl stellen werden: Schick im Austria-Dress, weltmännisch, äh -hühnisch in der Japan-Flagge, old school im gestrickten Cardigan wie von Oma Henne oder, auch praktisch gegen den Fuchs, im topangesagten Military-Look?

Chickensuit2

Nein, ich vermute, der Renner sollte “Hairy” werden – endlich ein wuscheliges Fell (bei Sturm sollten sie dann nur aufpassen, dass kein Fernsehreporter kommt und ihnen in den Bauch brüllt, huhn sieht dann nämlich ein bisschen aus wie ein Windschutz. Egal.)

Chickensuit3

Nie wieder frieren, nie wieder doof aussehen! Revolutionär. Es sollte nicht verwundern, wenn diese glücklichen Hühner Ostereier legten! Ach, ich wollt ich wär ein Huhn.

(via Lifelounge)

Weihnachts-Wear II

Tuesday, December 18th, 2007

HoHoHo, es gibt noch mehr:

Bei LaFraise wartet ja noch der aufgepimpte Nadelbaum und Tanne Jr. (“Mama, ich will auch ein Tuning haben!”) 11 Euro, vermeldet das blinkende Preisschild.

Tuning

Randbemerkung: Unklar ist mir, ob tunning mit zwei n was anderes bedeutet (scheinbar aber nicht), oder ob die Frankreich-typische Allergie gegen englische Wörter an dieser Schreibung schuld ist.

Und Dank T-Shirt-Hell kann man sich auch einfach mal selbst verschenken. Wenn die Zeit nicht mehr reicht, eines zu bestellen, dann kann man das einfach mit einer großen Schleife um sich herum nachahmen:

Women, From: God

Honorable mention: Eine erfreulich unkitschige Weihnachtskarte von Le Filtre Du Monde:

Void Le Filtre Du Monde

Die haben übrigens auch ziemlich schöne Shirts, über die werde ich sicher demnächst etwas schreiben.

Ein Update über T-Shirt Weihnachtsaktionen findet sich auf Hide Your Arms, und Breaking News von P is for Panda: wer bis zum 25.12. bestellt und beim Checkout den Geheimcode “pumpkincookies” eingibt, erhält 25% auf alles, außer Tiernahrung.

P is for Panda

Neues aus der Shirtcontest-Welt

Wednesday, November 21st, 2007

Kurz notiert:

1. Die Cotton Cow ist zurück auf der Weide.

2. Scribtee hat zwei vielversprechende neue Gewinnermotive kundgetan:

contest winners

3. Threadless hat – Überraschung- wieder einen Haufen toller Motive aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (??) draußen und außerdem läuft wieder eine 10$-Aktion:

In Case of FireThreadless - Boy in the WeedsThreadless - Paper Cranes

4. LaFraise wird zum Jahresende spendabel (naja, ein bisschen zumindest):

Wir schenken dir bis Heiligabend die Versandkosten mit dem Gutscheincode LFXMAS.
Damit das Jahr definitiv gut endet, spendieren wir dir außerdem ab einem Bestellwert von € 30 einen Rabatt von € 5. Aber nur mit dem Gutscheincode LFGIFT. Und nur bis Ende des Jahres.

No really, it's up to you

Monday, November 19th, 2007

Radiohead haben mit ihrem ersten selbstvertriebenen Album eine ziemlich große Welle im Internet geschlagen. Ihr Album “In Rainbows” gilt nun als Totengesang der Musikindustrie, dadurch, dass sein Vertriebsweg über den Eigenhandel bzw. das Internet die Plattenfirma schlichtweg überflüssig gemacht hat. Nunja, ganz dann auch nicht, schließlich kommt das Album zu Silvester (?) doch noch über konventionelle Vertriebsstrukturen als Einfach-CD in die Läden. Einer der interessantesten Aspekte an der Geschichte war jedoch das Experiment, den Fan den Preis für den Download selbst bestimmen zu lassen. Hier sollte sich offenbaren, was Musik eigentlich noch wert ist. Anders als bei Tonträgern, für die noch ein gewisser Herstellungsaufwand gerechnet werden muss, sind die Ausgaben für digitale Musik (Serverkosten) zu vernachlässigen. Vorausgesetzt, man lässt Studiokosten etc. außen vor, wie es Downloader in ihren Treiben nun mal tun.

Radiohead-Shirt

Mutig ist es daher, das “Zahl-was-du-willst”-Prinzip auf die T-Shirt-Welt zu übertragen, weil da ja auch feste Produktionskosten im Spiel sind. Tasty T-Shirt wagt sich daran. Versuchsobjekt ist ein, wie soll es anders sein, Radiohead-Shirt. “How much did you pay for the_Radiohead album?” steht darauf zu lesen. (Dass es sich dabei um “In Rainbows” und kein anderes ahndelt, machen das Design und der Kontext klar). Und man zahlt – zusätzlich zu einem Dollar für Porto und Verpackung – gerade so viel man will, und wenn es nichts ist. Irgendwie klar, dass es sich dabei um eine Sparvariante von Shirt handelt, schlichte Schrift, schwarz auf weißes Shirt der Mittelklasse (Hanes oder Anvil). Und: es gilt vermutlich nur für Kunden aus den USA. Ich habe es vor allem wegen des Informationswerts gebloggt, weil spannend find ich die Aktion allemal.

(Via So many shirts and only one body)

Spreadshirt-Safari erfolgreich

Monday, November 12th, 2007

Spreadshirt hat seine Safari erfolgreich abgeschlossen, das heißt sie haben alle ausgeschriebenen Gutscheine an den Mann gebracht (war klar), von den Bloggern ein paar Hausaufgaben, sprich Verbesserungsvorschläge angenommen. Und auch für mich war es erfolgreich, weil mir ein Gutschein zugestellt wurde.

Dazu im nächsten Posting.