Shirtspotting is fucking dead
Tuesday, April 5th, 2011
Ihr werdet es gemerkt haben: hier ist der Ofen aus.
Und ich mach es jetzt offiziell: nach dreieinhalb Jahren ziehe ich dem Blog final den Stecker.
Die Gründe dafür möchte ich jetzt gerne erläutern. Als ich angefangen habe, wollte ich eine Lücke in der deutschen Bloglandschaft schließen – ein T-Shirt-Blog, das mit den internationalen Vorbildern -allen voran Hide Your Arms und tcritic- mithalten kann. Das hat lange Zeit ziemlich Spaß gemacht und dieser Spaß länger gehalten, als ich je für möglich gehalten hatte. Nun aber habe ich mich – beruflich- wie auch innerlich von dem Thema entfernt. Ich hab einen neuen Job, der hat nichts mit T-Shirts zu tun. Und mit meiner Band Sand.IG läuft es nach vorübergehender Trennung auch wieder ziemlich gut. Dazu kommt ein anderes Bandprojekt, das auch ziemlich toll wird (sobald ein Schlagzeuger gefunden ist) und meine Tätigkeit als Autor für das Uncle Sally*s Magazin. Das macht unterm Strich – wobei überm Strich auch noch so ein paar andere Posten stehen – ziemlich wenig Zeit, einem Blog noch die Zeit zu widmen, die er eigentlich braucht. Der andere Grund ist die innerliche Entfernung. Das letzte Update war vor dem Erdbeben in Japan. Seit diesem Ereignis saß ich inzwischen ein paar Mal vor eben dieser Eingabefläche, wollte pflichtbewusst neue Labels und Motive vorstellen und habe mich gefragt: Was mach ich hier? Kann ich jetzt einfach so über banale Konsumprodukte schreiben, wenn anderswo auf der Welt genau die Katastrophe eingetreten ist, vor der ich seit Tschernobyl Angst hatte? Irgendwie konnte ich es nicht. Natürlich macht es jetzt keinen einzigen im Tsunami umgekommenen Japaner wieder lebendig, wenn ich nichts mehr in diesen Blog schreibe. Es ist vielleicht sogar eine Verhöhnung der Opfer, das überhaupt in Verbindung zu bringen. Fakt ist jedenfalls: die Ereignisse haben mich in eine Sinnkrise gebracht, die noch nicht überwunden ist. Und die mir sagt: die Limitierung auf T-Shirts ist auf Dauer halt einfach langweilig.
Grund genug, Dankeschön und Auf Wiedersehen zu sagen. Ich übergebe den Stab an zwei Blogs, die das eh schon seit einer Weile viel besser machen als ich:
den unermüdlichen Shirthunter Thomas und Jule, die das ebenso liebevoll bestückte Shirt-Archiv führt.
Danke allen Lesern, die mich mit ihren Kommentaren ermuntert haben, diesen Blog so lange fortzuführen. Danke allen Labels für ihre Zuschriften und natürlich auch Samples. Danke meinen Interims-Helfern Ötze und Sebastian. Und meinem Webhoster Konstantin, der dieses Stück die ganze Zeit kostenlos gehostet und Support gegeben hat.
Die Seite bleibt so lange online, bis Konstantin den Speicherplatz freigeben will. Also, kurz und schmerzlos: so long!







Eines gibts nun kostenlos für die Shirtspotting-Leserschaft. Und da wollen wir die Verlose mal nach dem Motto “Wer gibt, dem soll gegeben werden” angehen. Bitte in die Comments:




finanziellen Ruin oder den Tod vorgesehen, da Fälle, die kostenverursachende Behandlungen bedeuten, nach Möglichkeit ausgeschlossen werden. Guckt Michael Moore’s

