Ich hab vorhin ein älteres ZEIT-Magazin über die Frage, was “Typisch jüdisch” ist, gelesen. Und auch wenn mir die Frage nach ein paar Seiten auf die Klötze gegangen ist, nehm ich das einfach mal zum Anlass, Kosher Ham vorzustellen. Eher so als Kuriosum denn als wirkliche Empfehlung. Ist das doch die größte Fun-T-Shirt-Seite mit einem Angebot, das auf die jüdische Gemeinde zugeschnitten ist. Quasi Busted Tees in nicht ganz so lustig, aber dafür koscher. Vielleicht trägt ja in den USA der ein oder andere Rabbiner eines der folgenden T-Shirts unter dem Anzug:
Was ich aus dem Magazin gelernt habe: Wenn man über diese Shirts lacht: selber schuld. Wenn man über diese Shirts nicht lacht: auch selber schuld. Und wenn man meint, man würde bessere T-Shirts machen können, dann ist man typisch jüdisch.
Davon ab: mir ist es nicht unbedingt ersichtlich, warum man unbedingt solche Shirts braucht, selbst als überzeugter und gläubiger Jude. Aber ich bin fast sicher, dass jüdischer Humor feiner geht. Zum Beispiel also der witzigste Jude der Welt, Jon Stewart (der unbegreiflicherweise nicht im Zeit-Magazin vorkam), der hier mit seinem großartigen Sidekick John Oliver über Hannukah vs. Weihnachten aufklärt:
Ganz kurz: es gibt wieder eine Specials-Sidebar. Dort findet Ihr Rabattcodes für ausgewählte Shops, die Ihr für Bestellungen nutzen könnt, um noch ein bisschen zu sparen. Gerade etwa gibt es wieder einen leserexklusiven Gutschein für Clear Cut Case sowie für Zalando, bei denen Ihr nicht nur Shirts, sondern auch Schuhe bekommt.
Außerdem: weit entfernt davon, nun zur Werbehure zu werden, werden sich auf diesem Blog ab und zu mal Affiliate-Links zeigen. Die anzuklicken und darüber zu bestellen, wenn Ihr das eh vorhattet, tut nicht weh, kostet Euch nichts zusätzlich und wäre Eure Art, diese kleine T-Shirt-Freakseite ein klein wenig zu unterstützen. Dennoch kommt hier nichts rauf, über was ich nicht sowieso schreiben würde.
Flash-basierte Shopseiten sind ja aus der Mode gekommen, vor allem wegen der mangelnden Auffindbarkeit durch Google und auch sonst scheinen maximal funktionale Lösungen als verbindliches Gesetz zu gelten. Vielleicht hat die Seite des niederländischen Herrenmode-Labels Guy Vernes genau deswegen so einen Eindruck bei mir hinterlassen: weil hier die Devise “Flash for fantasy!” gilt und man mit der Maus auf Entdeckungsreise durch Fotos und die Shop-Kollektion geschickt wird. Mutig, wie Guy sogar auf eine Übersichtsseite verzichtet hat und der User die Shirts im Shop nur einzeln nacheinander über die Leine rutschen lassen kann. So lange die Kollektion noch überschaubar ist, macht das ziemlich Spaß (ab 15 oder 20 Artikeln würde es wohl eher ein Ärgernis werden). Die großflächig bedruckten Shirts scheinen natürlich auch ziemlich gut zu sein.
Und wenn man schon dabei ist, unbedingt auch das Blog ansehen, das auch einiges anders macht: Die News sind verpackt in eine Fortsetzungsgeschichte, in der alle Infos über das Label nur Nebenelemente eines Plots zu sein scheinen und die mit den Realitätsebenen spielt wie ein Film. Wow.
Liebe Labelbetreiber: nehmt Euch diese Seite als Inspiration. So macht man sich interessant.
Um’s mal im bester Doktor-Sommer-Manier auszudrücken: Ein Vorzeitiger Samenerguss ist ein häufiges Problem unter jungen Männern.
Der Kondomhersteller Durex hatte da eine Idee, die wie alle genialen Einfälle, eigentlich ziemlich simpel ist: dort, wo die Action stattfindet, garantierte boner killer anzubringen: nämlich auf Kopfkissenbezüge aufgedruckt. Also, da wir Männer ja ziemlich visuell funktionieren, funktioniert das vielleicht sogar besser als in Momenten des höchsten Drucks an die Unterwäsche von Claudia Roth o. ä. zu denken. Ich sähe beim nochmaligen Betrachten der Bilder allerdings eher die Gefahr, in Gelächter auszubrechen …
Es ist nicht ganz meine Musik, aber das Projekt als Ganzes ist durchaus eine Erwähnung wert: Der Downbeat-Hip Hop Artist RQM hat sich für seine neueste Veröffentlichung “Colors Fade” mit Street Artist Remed zusammengetan. Was sie zusammen anbieten, ist ein künstlerisches Gesamtpaket. Remed hat auf 84 zusammengelegten Plattenhüllen der 7″ ein Bild gemalt (s. oben), und wer sich die Single holt, bekommt also ein Vierundachtzigstel eines Kunst-Originals. Falls man Pech hat, erwischt man halt möglicherweise ein unbemaltes Stück des Gesamtkunstwerks, wozu aber studierte Kunstkenner bestimmt auch eine interpretative Meta-Ebene finden können. Dazu gibt es dann noch ein von Remed designtes T-Shirt in weiß oder schwarz oben drauf:
Kann eigentlich jemand lesen, was da zwischen “fade” und “goes on” geschrieben steht? (Nachtrag: es soll Light heißen)
Das alles kann zum Vorverkaufspreis von 24,95 € bei HHV.de geordert werden – und auch die Musik probegehört.
Zwei Wochen nach dem katastrophalen Erdbeben in Haiti hat Charity Hochkonjunktour. Wer kann, sammelt Spenden. Beachtliches ist dabei geleistest worden: ob die halbe Million Dollar von Radiohead oder die über 26.000 €, die beim Rettungsanker von Spreeblick bislang zusammengekommen sind - die Hilfsbereitschaft die sich hier zeigt, könnte einen fast wieder an die Menschheit glauben lassen. Dabei hat man die Wahl: einfach so etwas erübrigen oder für einen guten Zweck konsumieren? (Bzw., natürlich ist das kein exklusives oder, beides geht genauso).
Auch die T-Shirt-Labels in aller Welt haben reagiert. Wer also einen T-Shirt-Kauf mit gutem Gewissen tätigen will, der kann sich jetzt mal diese Liste vornehmen:
“Men anpil chay pa lou” oder Many Hands Make The Load Lighter, steht übersetzt auf dem oben gezeigten T-Shirt, das Threadless zu diesem Zweck für nur 10 $ verkauft. Bislang konnten damit schon 70.000 $ gesammelt werden.
Auch Ripthatte ein Charity-tee, leider schon letzten Sonntag.
Crywolfspenden 10% ihrer derzeitigen Erlöse aus allen Verkäufen ans rote Kreuz.
Auch das spanische Label Yalamazoo hat Haiti T-Shirts bereitgestellt und spendet 10% der Erlöse.
Designer! Der französische Designcontest Monsieur Poulet führt einen speziellen HAÏ-TEE Contestdurch. Die Erlöse werden der Organisation Yéle Haiti, 2005 gegründet von dem haitianischstämmigen Fugees-Mitglied Wyclef Jean, zugedacht.
Nicht so richtig schön, aber wirft immerhin 10$ pro Shirt ab: Haitian Sunrise von T-Shirt Society
Feed The Hungry – wird von Pyknicwear umgemünzt zum Haiti-Hilf-Shirt. 75%, also 15$ pro Shirt werden gespendet.
Local Celebrity bieten ein relativ schmuckloses Logo-Shirt für Yéle an.
In Deutschland hängt sich der T-Shirt Drucker Axel Bauer rein und spendet 100% des Verkaufspreises seines Haiti-Shirts an Ärzte Ohne Grenzen. (via Shirtblog)
Danke an Shirthunter Thomas für diesen Tipp: Already OK bei Yellow Black & White
Diejenigen, die von der Idee des Crowdsourcing nicht so begeistert sind, nennen es eine Ausbeutung der Kreativität anderer zum eigenen Vorteil. Wie man’s richtig macht und wie viel Liebe dahinter stecken kann, zeigen Threadless seit ihrer Gründung – und auch superdupererfolgreich geworden sehen sie keine Veranlassung, von diesem Kurs abzuweichen.
Threadless-Fan Chris Cardinal hat in Zusammenarbeit mit Threadless, die großzügig Preise bereitstellten, nun einen Handarbeitscontest rund um die Designs ins Leben gerufen: Threadknits. Die Aufgabe: setzt ein Threadless-Shirtmotiv in eine gestrickte, gehäkelte, gestickte oder sonstwie eingefädelte Variante. Natürlich in Amerika, wo Selberstricken und -basteln ein großer Trend ist (und auch manchmal ganz bemerkenswerte Sachen rauskommen) eine dankbare Aufgabe für viele.
Offenbar ist das nicht mal der erste Threadless-Nebencontest dieser Art, da es schon mal Threadcakes gab. Welches ich leider verpasst habe, was aber auch supergeil anzusehen ist:
Mal was ganz Neues bei Shirtspotting: eine Daunenjacke. Auch diese Freiheit nehm ich mir gerne raus, gerade wenn es so kalt ist wie jetzt und die Jacke so gut wie Death To False Metal (wobei ich den zuerst gelesenen Titel “False To Death Metal” sogar noch ein wenig besser gefunden hatte).
Nebenbei: solche Stücke erinnern mich immer an die putzigen Headbanger ab 1:45 in diesem Video.
Jedenfalls ist das Dingens eine, sagen wir, Verbeugung vor des Metallers liebstem Kleidungsstück: Der Kutte. Mit siebgedruckten Fake-Aufnähern, deren Referenzen durch die Typos auf den ersten Blick klar sind. Ich hab ein bisschen ein langes Gesicht gemacht, dass noch jemand außer mir auf das selten dämliche Wortspiel “Ayran Maiden” gekommen ist, aber es ist hier optimal untergebracht. Weitere special features: Eine (einrollbare) Kapuze und eine Ziggi-Box-Fronttasche, an der Streichholzlack angebracht ist! Da staunt McGyver.
Die laut Beschreibung “extrem limitierten” Stücke gibt es für 129 € im Dauerfeuer-Shop.
So, zurück zu den T-Shirt-Shops. Wie angekündigt kommen auch da die Sonderangebote rein, dass es eine reine Freude ist – sofern man Weihnachtsgeld erhält.
Darf’s ein bisschen mehr sein? Dann drei Springleap T-Shirts kaufen und mit dem Code xmas09 fünf erhalten – gültig nur noch bis zum 4.12.
Imaginary Foundation, wohl der beste T-Shirt Shop der Welt, hat so einige Stücke zum halben Preis im Angebot:
In Sachen Domestic Free Shipping haben wir Europäer leider nichts davon – aber dafür möchte ich an unsere Clear Cut Case Gutscheinaktion erinnern, wo es ja auch Imaginary Foundation-shirts gibt.
Deutlich grobschlächtiger in Sachen Design und Humor sind die Stücke von Noisebot:
Mit dem Couponcode NoiseBot10Xmas spart man 10%.
Süße Weihnachtsmotive auf Buttons und Shirts gibt es beim kanadischen Label Crywolf. Mit dem Coupon holidaylove erlassen sie einem die Versandkosten. Ich habe nachgefragt, ob das weltweit gilt, aber wenn ich das nicht bald widerrufe, kann ich dieses Angebot auch empfehlen. – das tut es. Bis 31.12.09
… setzen einige der regulären Preise herab, sodass die Stücke schon ab 15 $ zu haben sind. Mit dem Code CMKWH3 kann man den Preis bis 12.12. nochmal um 10% drücken.
Die Kollegen des recht empfehlenswerten T-Shirt-Blogs Buy tees.net haben uns darauf hingewiesen, dass es bei ihnen gerade ein drei-Monats-Abo von T-Post zu gewinnen gibt, das ich ja hier auch schon mal vorgestellt habe. Heißt: drei Monate T-Shirts frei Haus, immer mit einem interessanten Background, gestaltet von renommierten Designern, auf American Apparel-Shirts gedruckt. Also, nicht wie rüber zu Buy Tees und mitgemacht, Teilnahmeschluss ist der 29. November. Wer sich mit der Frage schwertut, sollte einen Blick in das ebenfalls ziemlich tolle T-Post Blog werfen.
Einhörner!
Jene mystischen Pferd-Narwal-Hybriden und Inbegriff des Kitsches. In der Ära der cheesy Airbrush-Art ein allzugerne verwendetes Motiv (meist zusammen mit Wasserfällen, Wolken, Sonnenuntergängen und mitunter auch muskulösen Heroen abgebildet). Neben Phönixen die Könige der Fabelwesen.
Das schreit doch danach, sie mal anders zu betrachten und aus der Kitsch-Ecke zu holen, oder?
Genau dafür gibt es die sehr ungewöhnlichen Unicorn T-Shirts von Unicorns Rock.
Ein monothematischer T-Shirt Shop, der mal einen ganz anders gearteten Blick auf die gehörnten Hottehühs wirft: Regenbögen kotzend, als Zombies, Punks, schwertkämpfende Jedi, besoffen, total durchgedreht … you name it.
Shirtspotting ist kein Modeblog, sondern ein Shirtblog. Ganz selten wird hier das thematische Spektrum über die T-Shirts hinaus erweitert, wenn es gerade mal passt. Im Falle von wechselwild passt es, behaupte ich einmal, obwohl ich bislang nicht geglaubt hätte, mal ein Posting über Gürtel zu eröffnen.
Warum es passt: zum einen sind da Designer wie YackFou oder die Shirtcontestveteranen von Peachbeach, die ihre Wacoms mal nicht für T-Shirt-, sondern Gürtelschnallen-Designs bearbeiten. Und: ich find die Idee gut.
Wer einen wechselwild-Gürtel kauft, erhält ein Produkt, das man nicht nur einmal, sondern beliebig oft individualisieren kann. Die Gürtelschnalle fungiert als Wechselrahmen, in den das gewünschte Bild eingelegt werden kann. Diese haften magnetisch und sind auf Vinylfolie gedruckt. Mit dazu gibt’s eine Sammelbox für weitere Motive.
Diese können beliebig nachgeordert und gesammelt werden. Und: auch seine eigenen Motive kann man hochladen, drucken lassen und in sein Hüftschloss einlegen.
Für den Nachschub an neuen Bildchen sorgt ein ständiger Designcontest, bei dem man, wie gesagt, auch alte Bekannte aus der Shirtdesignwelt antreffen kann. Gut vorzustellen, dass, wenn man so einen Gürtel sein Eigen nennt, man auch immer wieder Nachschub an Kunst für die Hüfte braucht.
Preislich kommt ein Starterset (Schnalle, Gürtel, Wechselbild nach Wahl) auf 50€.
Zombies, Splatter, Schädel und viel Pink: Die Shirts von Disturbia aus dem UK passen ganz gut in die aktuelle Saison und wären auch im Post zu den Halloween T-Shirts gut aufgehoben gewesen.
Wer sich den Spaß gönnen will: Bis zum 6. November werden alle Bestellungen mit einem Warenwert über 30 £ (33 €) mit einem zusätzlichen Überraschungsshirt ausgestattet. Könnte sich lohnen, weil es eigentlich keine schlechten Motive dort gibt.