CHUD – Can't Hold Us Down
Mal wieder eine richtige Label-Qualitätsneuentdeckung aus Deutschland. Die ich auch gar nicht mir zuzuschreiben habe, sondern einer Mail von Mitgründer Arno. Schon der erste Blick auf die Seite chud.de fiel überzeugend aus, und das gebotene Sample-T-Shirt habe ich natürlich auch gerne angenommen. Aber nicht nur dadurch haben sie sich ein längeres Feature verdient – ihre Sachen sind schlichtweg super! Schöne Designs mit eigenem Flair und ganz viel Liebe dahinter. Gut präsentiert auf einer funktionalen Website. Und wenn ein T-Shirt schon “Music pulls me through” verkündet, dürften sich eigentlich nicht all zu viele Fragen stellen – hier sind die Guten am Werk. Ein paar hatte ich aber trotzdem, die sich Arno und Patrick dann “bei einem Glas Limo gegenseitig gestellt haben” und sich dabei “vorkamen wie Beckmann und Kerner”. Na denn mal Talkshow:
Wie gestalteten sich die Anfänge von CHUD? Welche Philosophie und Idee steckt hinter eurem Label?
Arno: „Wir haben uns schon immer für Designs und Ideen abseits des Mainstreams interessiert und uns einige Zeit aktiv mit Streetart beschäftigt. Mehr durch Zufall entdeckten wir das Textil als brauchbares Medium. Anfangs haben wir für Freunde ein paar Einzelstücke handgefertigt und hatten sehr positive Resonanz darauf. Nachdem die Nachfrage immer größer wurde, legten wir uns eine Siebdruckmaschine zu. Diese Anschaffung gab dann letztendlich auch den Startschuß zur Gründung.”
Patrick: „Seitdem ist es uns wichtig, unseren Sachen eine Seele zu geben, um uns so von dem unpersönlichen Einheitsbrei einiger Global player abzusetzen.“
Woher kommt der Name „Can’t Hold Us Down“? War das eine Reaktion auf widrige Umstände, ein Zitat oder einfach nur ein guter Name?
Patrick: „Während eines Trips nach Chicago schnappte ich den Satz „and you said never give up cause they… Can’t Hold Us Down!“ („…und du sagtest gib niemals auf, denn… sie können uns nicht aufhalten!“) auf. Die Kraft seiner Aussage passte für uns wie die Faust aufs Auge und ist seither unser Leitsatz. Durch Kürzen auf „CHUD“ haben wir dann unseren Labelnamen gefunden.“
Ihr seid ein Zwei-Mann-Unternehmen. Wie teilt ihr euch die Arbeit auf? Wollt ihr euch auch noch personell erweitern?
Arno: „Grundsätzlich werden alle wichtigen Entscheidungen zusammen getroffen. Die anfallende Arbeit wird aufgeteilt oder auch zusammen erledigt. Die Designs macht mal der Eine mal der Andere. Jeder hat seinen eigenen Stil und davon profitiert CHUD.“
Patrick: „Im Moment müssen wir uns über personelle Erweiterungen noch keine Gedanken machen. Zwei Mann gegen den Rest der Welt quasi! Wenns mal eng wird, können wir uns auf Familie und Freunde als Helfer verlassen.“
Wie viel Handarbeit steckt in euren T-Shirts? Auf eurer Website heißt es, dass ihr etwas besonderes bieten wollt – könnt ihr da ein Beispiel nennen?
Patrick: „Es ist uns wichtig, soviel wie möglich selber zu machen, die Rohlinge kaufen wir bisher aber schon fertig ein.“
Arno: „Durch eigenes Einfärben, Drucken, Labeln, Annähen von Applikationen (wie aktuell bei unserm „V-Drops“ Ladyshirt) etc., steckt ne Menge Herzblut in jedem Teil. Das, sowie die teilweise kompletten Eigenkreationen und die limitierten Stücke, meinen wir mit „etwas Besonderem“. Außerdem haben wir schon den ein oder anderen Prototypen entworfen und angefertigt, der nur darauf wartet releast zu werden.
Was hat sich CHUD für 2008 vorgenommen?
Patrick: „Immer ein bisschen mehr. Soll heißen, gesunder Wachstum. Zur Zeit schauen wir nach neuen Vertriebswegen/ -partnern damit mehr Leute auf uns aufmerksam werden. Gleichzeitig arbeiten wir fleißig an allen Fronten um mit frischen Ideen überzeugen zu können.
Arno: „Sprach er… und hatte recht.“
Nachsatz: Das Sample T-Shirt “Scaled” werde ich wohl noch einmal gesondert besprechen, sobald ich wieder eine Kamera zur Verfügung habe.
Categories: Interview, Made in Germany, Musik, T-Shirts










Can’t Hold Us Down: Guest Review at Fantastic Blognanza! We Blog Indie Tees
[...] that say ‘music pulls me through‘ can’t be bad. As they mention in the little interview I did with them, they started the whole thing in order to create something that is different from [...]