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Review: Skate Or Die von OMaiR

Monday, June 8th, 2009

Ein Testshirt ist uns aus Österreich zugegangen, von OMaiR. Das ist ein Custom-Shirt-Shop, der sich eine eigene Nische gesucht hat: OMaiR druckt Autos auf T-Shirts. Wer also seine Kiste so liebt, dass er sie auch als Fußgänger stolz vorzeigen möchte, kann sie sich bei OMaiR suchen – mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ist das eigene Modell auch als wählbares Motiv im Shop vorhanden.Wenn nicht, kann man ein Foto von seinem besten Stück unter dem Stichwort Wear Your Car hochladen. Darüber hinaus werden auch andere Motive angeboten, die in dem gut bedienbaren Shirtdesigner dann nach Wunsch gestaltet werden können. Das zugeschickte Reviewexemplar ist jedenfalls bislang noch nicht im Shop orderbar. Zuletzt gibt es auch zahlreiche Logos, die verraten, dass OMaiR auch gerne als Marke für sich stehen wollen.

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Skate Or Die - Die Vorderseite

Das T-Shirt: Der Rohling ist vom Hersteller Promodoro. Die Stoffqualität (fest, dick, super weiche Oberfläche) kann überzeugen. Die Größe ist hingegen eine Frechheit. Konnte ich mir bislang immer bedenkenlos M bestellen, ist dieses Ding hier schlichtweg viel zu eng – und auch recht kurz. Das hat jetzt (fast) nichts damit zu tun, dass meine Wampe sich allmählich der Größe L annähert, das Shirt hier ginge faktisch bei den meisten anderen Herstellern als ein S durch. Das schonmal als Warnung. Wer sich nicht sicher ist, sollte eh immer die Größentabellen beachten.

Der Druck: Wie alle Print-On-Demand-Anbieter drucken OMaiR mit Flexdruck. Bei dieser Technik wird das Motiv aus einer dünnen Folie ausgeschnitten (geplottet), die sich dann unter Hitze- und Druckeinwirkung fest mit dem Textil verbindet. Das erlaubt Flexibilität in der Herstellung, ist bei dezenten Aufdrucken auch nicht störend. Ist aber ein T-Shirt so eng wie das Promodoro und ein Motiv so großflächig wie das hier, macht sich der Druck unangenehm beim Tragen bemerkbar. Gerade weil hier bis zu drei Lagen Plastikfolie übereinandergepresst wurden, hat man den Eindruck, einen Brustpanzer zu tragen.

Rückseite - großzügig bemessenes Logo

Rückseite - großzügig bemessenes Logo

Das Design: Achtung, hier beginnt die Subjektivität: ich find’s nicht schick. Sehr beliebig. Schon da ich als Grobmotoriker mit zwei linken Füßen zu den Todgeweihten gehörte, würde man das Motto ernst nehmen, würde ich es nicht tragen. Aber auch so hat es nicht für zwei Pfennig Style, keinen Pfiff, keine besondere grafische Eigenheit oder auch keine Idee dahinter. So etwas würde normal jedenfalls nicht hier im Blog landen.

Fazit: ein zu kleines Shirt mit ödem Aufdruck – ich will’s nicht haben. Wer Größe S trägt und es will, kann ein Tauschangebot schicken an shirtspotting at googlemail.com – muss kein Shirt sein, kann auch ein Bannerplatz sein, ein Schokoriegel, eine Mix-CD … was immer Euch einfällt.

Unicat Designs – denn wir sind alle verschieden!

Tuesday, April 28th, 2009

Es dauerte seit dem ersten Mailwechsel etwas, bis dieser Artikel zustande kam. Immerhin ist in dieser Zeit die Seite von Unicat Designs nochmal überholt und richtig schick gemacht worden.

Der Name gibt die Richtung vor: Unicat möchte das ganz besondere T-Shirt bereitstellen, das du schon immer haben wolltest und geht auf alle Sonderwünsche ein. Genauer wollen wir es jetzt von Pierre Dammer wissen, dem Kopf hinter Unicat, der jetzt live am Shirtspotting-Mikrofon steht:

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Hallo Pierre. Stell dich und dein Baby doch einmal in ein paar knappen Worten vor.

Hallo, ich bin Pierre. Ich bin 26 Jahre alt und wohne in Offenbach am Main. Ende 2008 habe ich das Label „UnicatDesigns“ gegründet und arbeitete mich in die Branche intensiv ein. Bei Unicat Designs kannst du dein Shirt deinen Vorstellungen anpassen. In unserer Kollektion findest du Party Shirts, Techno Shirts, Streetwear und Taschen. Es stehen dir bei den angebotenen Shirts derzeit schon viele Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Ich drucke natürlich auch deine eigenen Motive.

Wie lief der Beginn des Labels? Also: wie kam Euch die Idee, wie verliefen die ersten Schritte, wie waren die ersten Resonanzen…?

2008: Am Wochenende ist ne Party, ich brauch noch etwas Cooles zum anziehen. Ich gehe einkaufen. Das erste Shirt hat ein schönes Motiv, aber der Spruch gefällt mir nicht. Das zweite T-Shirt gefällt mir vom Schnitt gar nicht. Beim dritten gefallen mir die angebotenen Farben nicht, das nächste hat zu lange Ärmel….. Warum bekomme ich mein Shirt nicht so, wie es mir gefällt? Also fasste ich den Entschluss und designte meine ersten Shirts. Anfangs noch mit Bügelfolien, deren Qualität mich aber nicht so überzeugte. Ich wurde aber desöfteren in Clubs oder auf der Straße auf meine auffälligen Shirts angesprochen. Da ich mich derzeit sowieso beruflich umorientieren wollte, machte ich mein Hobby zum Beruf.

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Die Idee ist also, T-Shirts anzubieten, die sonst niemand trägt. Das versprechen/ ermöglichen die großen Print-on-demand-Anbieter wie Spreadshirt, Shirtcity oder Shirtinator doch eigentlich auch …? Wo liegt also der Unterschied?

Bei mir kannst du die Farbe des Motivs, des Shirts, den Schnitt wählen, den Spruch ändern, Motive kombinieren… Denn hier wird das Shirt extra für dich gedruckt. Außerdem hast du die Möglichkeit, deine mit unseren Motiven zu kombinieren. Wir erstellen dir dein Wunsch-Shirt. Und auch schwierige Motive versuchen wir für dich umzusetzen. Ich versuche die Vorstellungen des Kunden zu 100 % auf das Shirt umzusetzen. Ich bringe auch graphisch aufwendige Designs auf die Ware. Außerdem drucke ich im Gegensatz zu anderen Anbietern, die die Auswahl der Flex-/Flockfarben meist auf 3 begrenzen, auf Wunsch mit mehr Farben. Das ist natürlich arbeitsintensiver, aber so erhält der Kunde sein Unikat.

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Ungewöhnlich sind auf jeden Fall deine Druckmethoden: Flexprint sagt mir ja was, wobei ich diese regenbogenglänzende Folie noch nicht kannte. Was aber hab ich mir unter dem Chromablast-Verfahren vorzustellen?

Der Chromablast-Druck ist ein neuartiges Druckverfahren, das nur auf hellen Textilien möglich ist. Die spezielle Baumwolltinte reagiert auf dem Transferpapier unter Druck und Hitze mit der Baumwolle. Es bleibt keine Folie auf dem Shirt zurück, die evtl. stören oder reißen könnte. Der Druck bekommt nach dem ersten Waschen einen textilartigen Griff. So ist es möglich, kostengünstig Unikate und kleine Auflagen zu erstellen. Ich benutze auch gerne Spezialdruckfolien wie die regenbogenfarbene. Ich bin immer bemüht, mein Sortiment so zu erweitern, dass ich meinen Kunden immer etwas Neues bieten kann.

Die Designs sind auf jeden Fall musiklastig, und zwar kommt da häufig Techno vor. Ist das dein Szene-Ursprung?

Kann man so sagen. Ich und mein Freundeskreis hören gerne Technomusik, gehen auf Partys und besuchen Events.

Machst Du sozusagen Clubwear?

Ich mache Shirts usw. mit Partymotiven,  die auch im Club auffallen. Ich leg mich da aber nicht fest. Wenn ich eine Idee für ein Streetwear-Produkt habe, stelle ich das eben her.

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Was inspiriert Deine Designs sonst so?

Ich bin ein sehr kreativer Mensch und habe ständig neue Ideen, wenn mir etwas einfällt dann muss es auch sofort aufs Shirt.

Welches Unicat-Design gefällt dir persönlich am besten?

Das wechselt bei mir eigentlich ständig. Meist gefällt mir mein neuestes erst einmal am besten.

Wie oft gibt es Neuerungen bei Euch, d.h., wie oft sollte man auf Eurer Seite vorbeischauen?

Da derzeit noch nicht alle erhältlichen Designs online sind, wird es bei UnicatDesigns ständig etwas Neues geben. Für Damen bieten wir derzeit alle Motive auf 4 verschiedenen Shirt-Schnitten an. Für Herren wird in den nächsten Tagen zu dem Standard-Shirt noch ein dickeres Slim-Fit Shirt erhältlich sein.

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Vielen Dank, Pierre. Das Stück, mit dem mich Unicat überzeugt hat, war übrigens Umbrella Butterfly: ein sehr schickes Motiv, auf das man auch mal angesprochen wird. Meines Erachtens perfekt so wie es ist, also muss kein zusätzlicher Spruch oder Glitter drauf. Möglich wäre es jedenfalls. Der Chromablast-Druck ist tatsächlich kaum fühlbar, gleichzeitig jedoch farbintensiv und gestochen scharf. Als markenspezifisches Erkennungszeichen hat es einen goldenen Innendruck im Nacken innen und außen. Am Shirt selbst gibt’s auch nichts zu meckern, wenngleich es nicht diese kuschelweiche Continental- oder American Apparel-Pracht ist. (Update: Pierre verspricht für die nähere Zukunft, auch noch ein schön dickes Slim Fit Shirt, mit kuschelweichem Stoff  (250 g/qm) ins Sortiment zu nehmen) Dafür sitzt es sehr gut, und wäre man körperlich besser in Form als ich, könnte man bestimmt von Sexiness sprechen.

Eine Auswahl der Shirtmotive habe ich hier im Artikel verteilt, wobei die natürlich subjektiv ist (guess what, wie auch das ganze Blog). Der Glanz- und Glitzeroverkill ist persönlich nicht mein Geschmack, aber die Idee von Unicat ist es ja, niemanden unbefriedigt nach Hause zu schicken. Eigentlich hätte ich mir schon allein wegen meines Nachnamens die Engelsflügel ordern sollen… Naja, das nächste Mal vielleicht.