Posts Tagged ‘graffiti’

Review: Letter from John

Sunday, June 28th, 2009

letter-howto

Letter From John – Der Johannesbrief? Nein, hier ist nicht der Apostel gemeint. Jener John, der hier die Briefe in T-Shirt-Form an die Welt herausschickt, heißt mit vollem Namen John M. Tootabeanie und hatte eine – nun ja, zumindest originell Idee für sein Labelkonzept. Das Bild oben erklärt es eigentlich schon: John nimmt Grafittis, Zeichnungen und Schmierereien aus öffentlichen Toiletten als Motive und macht sie unsterblich, bevor der Mann mit dem Butyrolactonreiniger es wegwischt.

Das Ergebnis: T-Shirts, deren Aufdruck genauso random (es gibt kein adäquates Wort in unserer Sprache) aussieht, wie er entstanden ist. Was nicht unbedingt schlecht ist, es ist halt ein Stil. Zwei Exemplare sind hier zum Testen eingegangen:

Love To Be Hated

Love To Be Hated

T0014_bboy_white

B-Boy

Die Shirts selbst kommen ohne Label, weswegen ich nicht sagen kann, welche Rohware zum Bedrucken genommen wurde. Der Stoff ist fest und etwas grober, könnte etwa Fruit Of The Loom oder so etwas sein. Das untere gefällt mir eindeutig besser vom Motiv her. Vielleicht ist auch die Variante weiß auf schwarz die bessere, gerade bei einem Motiv wie Love To Be Hated. Alle Shirts sind in beiden Versionen – also schwarz auf weiß oder weiß auf schwarz- erhältlich. Mehr Farben gibt es nicht.  Vermutlich hält John sein Angebot bewusst so minimalistisch, um dem Geist der Vorlagen gerecht zu werden. Die Originalgraffitis kann man übrigens auch in einer Galerie bewundern.

So, nun der interaktive Teil: Leider habe ich in der Kommunikation mit John vergessen, unsere Größen anzugeben. Dabei hat John wohl den deutschen Wohlstand etwas überschätzt und L und XL-Shirts in die Röhre (ja, die kamen in einer Rolle!) gestopft.

Wer also XL trägt und findet, dass er es liebt, gehated zu werden, der kann einen comment hinterlassen (oder eine Mail an shirtspotting at googlemail punkt com schreiben) und ein Angebot zum Tausch machen – muss nicht textil sein, nur bitte größer/ gleich Versandkosten.

Wo ist Banksy ?

Tuesday, January 20th, 2009

Na, untergetaucht natürlich. Niemand weiß so recht, wo er ist, wer er ist, wie er heißt … ein Phantom, das nur durch seine hinterlassenen Spuren auffällt. Auch wenn die Daily Mail letztes Jahr seine Identität enthüllt zu haben glaubte – einen Banksy kann man mal nicht so eben anrufen. Nicht einmal sein Agent kann oder will Auskunft geben, wer Banksy eigentlich ist. Immerhin: mit diesem Versteckspiel hat er es zu einem der angesagtesten Künstler der Welt gebracht, dessen subversiv gemeinte Werke mittlerweile in Auktionen hohe Summen einbringen.

banksy1banksy2

Einige seiner schablonengesprayten Graffitimotive sind berühmt geworden. Und ikonische Bilder und T-Shirts – das liegt so nahe beieinander wie Deckel und Topf, Arsch und Eimer, Faust und Auge oder Salz und Pfeffer. Shotdeadinthehead, ein Anbieter von überwiegend Funshirts mit durchwachsenem Angebot, hat also beschlossen, zusammenwachsen zu lassen, was zusammen passt. Nur: wie kriegt man Lizenzen von einem Phantom? Gar nicht, dachten sie sich und ließen Folgendes verlautbaren:

banksy3banksy4

Dear Mr. Banksy,

Due to popular demand we have printed 10 t-shirts with some of your most iconic prints.
If you read this please get in touch to claim your royalty fee as there are so many different opinions as to who you are.
Some say you are the son of a photocopy engineer, some say you are a public school boy and others that you are Bert Perkins a Big Issue seller from Bromley.
Failing that, all unclaimed royalties will go to charity.
SDIH will launch the Banksy printed T-shirts on Wednesday the 21st January. The t-shirts are printed with some of your most famous street arts such as the Balloon Girl, the Bomb Woman and the Monkey Print and will retail at £ 12.00 each and two for £ 20.00 from http://www.shotdeadinthehead.com
Kind regards
Shot Dead in the Head

Tip von Shirtspotting: Einfach zu http://www.imbanksy.com gehen, T-Shirt bestellen, das dann anziehen und zu Shotdeadinthehead gehen und Lizenzen einfordern. Ein Versuch wär’s wert.