Posts Tagged ‘politik’

Wahlkampf in Deutschland

Monday, August 17th, 2009
Das T-Shirt-Kabinett: Politik-T-Shirts von Shirtcity

Das T-Shirt-Kabinett: Politik-T-Shirts von Shirtcity

Den Plakaten ist auf der Straße nicht mehr zu entkommen. Die letzten Wochen vor der Bundestagswahl sind angebrochen. Merkt man auch an dem etwas schärferem Tonfall, mit dem sich die jetzigen Noch-Koalitionspartner derzeit angehen. Wenn man sich durch die Blogs liest, ergibt sich ein seltsames Meinungsbild: bei so viel engagierter Diskussion und Meinungsäußerungen, wie sie anzutreffen ist, kann man eigentlich nicht von Politikverdrossenheit sprechen. Unbestritten ist jedoch, dass die Zustimmung zu den Volksparteien weiter sinkt, sich die SPD im freien Fall befindet und die Piratenpartei aller Wahrscheinlichkeit nach zum Newcomer des Jahres wird – die Ursachen dürfen die etablierten Parteien mal schön selbst bei sich suchen.

Umjubelte Politstars wie Obama finden sich hingegen hierzulande nicht. Die letzten verbliebenen Charakterköpfe im Politzirkus kann man als Motive bei Shirtcity bekommen, die ja die erste Adresse für politische T-Shirts sind. Merkel, Müntefering, Westerwelle und Co. gibt es wahlweise als Fan-Shirt, oder aber mit bösen Sprüchen dazu. Oder man fügt seinen Slogan selbst hinzu. Sicherlich gut gemeint – ob man nach dem  27.09.2009 noch jemals ein Steinmeier-T-Shirt tragen würde? Vielleicht, wenn man es mit “The biggest loser” untertitelt …

Piratenpartei Shirts auch für fast umsonst

Friday, June 19th, 2009

So Leute. Die Büchse der Pandora wurde geöffnet. Das Gesetz für die Zensur des Internets wurde gestern beschlossen. Hier ein ausführlicher Beitrag auf Spreeblick. Ein schwarzer Tag für Deutschland und für mich persönlich eines der extremsten gesellschaftlichen Ereignisse seit dem 11. September.

Da ich auch vorhabe, bald der Piratenpartei beizutreten, wollte ich auf diesem Blog auch mal das Piratenpartei-Shirt anpreisen, das es so ziemlich für Lau gibt. Halt nur die Versandkosten, genau wie beim Zensursula-Shirt das auch schon von uns beworben wurde.

Piratenparteishirt für 6,90 oder für lau

Piratenparteishirt für 6,90

(via)

Wer Bock hat, für unser Internet auf die Straße zu gehen: Morgen findet um 12:00 eine bundesweite Demo statt und ich bin in Berlin natürlich auch am Start. Weiter Infos zu den Demos gibt es hier.

Bandshirts GEMAfrei halten!

Monday, April 20th, 2009
igoatse

GEMA hat den Arsch offen? Der passende iPod-Skin.

Ich hatte eigentlich die GEMA immer für eine gute Idee gehalten: sie kümmert sich darum, dass Einnahmen, die direkt oder indirekt mit Musik erzielt werden, auch an die Urheber der Musik, die Künstler, weitergericht werden. Soweit die Theorie. In der Praxis brechen seit Jahren die Tonträgerverkäufe ein, Livemusik boomt dagegen. Also, wenn der eine Kuchen einschrumpelt, dann wendet man sich doch mal lieber dem saftigeren zu und versucht davon ein größeres Stück abzubekommen. Was genau die GEMA bewegt, aufzutreten wie die schlimmsten Kapitalismus-Mähdrescher, weiß ich nicht. Erst haben wir ihr die Sperrung aller YouTube-Musikvideos in Deutschland zu verdanken, und nun das: Die Rechteverwerter der Gema wollen mitten in der schärfsten Rezession die Tarife für Konzertveranstalter um fast 600 Prozent anheben und auch bei T-Shirt und Plakaten mitkassieren. Die bislang geltenden Abgaben an die GEMA seien viel zu niedrig gewesen.

Um nicht falsch verstanden zu werden ich bin absolut dafür, dass (gute) Musiker auch von ihrer Musik leben können. Ich kaufe CDs (oder mache Promo). Der Schuss der GEMA dürfte aber abslut nach hinten losgehen und damit gerade die treffen, die die Einnahmen am meisten brauchen. Die Kleinen mal wieder. Denn nun kann sich jeder selbst ausrechnen, was das bedeutet: Konzerte werden teurer, die einzigen Musiker, die ein mehr als nur ein bisschen von der GEMA profitieren, sind die ab einer gewissen Größe. Für Veranstalter, gerade die kleinerer Konzerte, entsteht hingegen ein hoher Kostendruck. Das müssen sie zwangsläufig an die Endverbraucher weitergeben.

Der eigentliche Hammer und auch der einzige Weg (um das Thema T-Shirt-Blog-gerecht aufzubereiten) ist aber die 10%-Beteiligung am Merch. Hallo, merkt ihr was? Gema steht für “Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte”. Musikalisch. Ist ein T-Shirt ein Musikstück? Ist es eine Aufführung? Guess what, Leute: Ein T-Shirt ist ein Kleidungsstück! Soll man für etwas GEMA-Gebühren abführen, weil ein Bandname draufsteht? Nein, das ist endgültig nicht mehr zu rechtfertigen. Als nächstes wäre dann für so ein T-Shirt auch noch GEMA-Gebühr fällig, weil Noten drauf sind, oder für die Kaffeetasse, die neben mir steht, weil da ein Bild von Jimi Hendrix drauf ist?? Der Preis für Bandshirts sind eh schon ein Kompromiss zwischen Status der Band, Herstellungskosten und Gewinn. Selbst mitbekommen habe ich diese Szene: Der Merchandiser von Superpunk sagte einmal zwei Hohlbratzen am Stand, die um ein geschenktes T-Shirt bettelten: “Ich muss neun T-Shirts verkaufen, um mit dem zehnten Gewinn zu machen”.

Was gerade mit der Musik  passiert ist spannend für die Musiker und Konsumenten und bitter für die althergebrachte Industrie. Alte Verwertungswege sind nicht mehr ergiebig. OK. Jetzt müsste nur noch jemand draufkommen, dass sich so allmählich auch Vereine wie die GEMA erübrigt haben und Bands das Ruder wieder zunehmend selbst in die Hand nehmen (müssen). Frage ist jetzt, wie bringt man es ihnen bei? Wenn wir in Berlin wegen Pillepalle wie Religionsunterricht und total unnötigen Flughäfen Volksentscheide hinbekommen, kann man nicht auch eine kontra-GEMA Bewegung initiieren (und die GEZ gleich mitabschaffen?)?

iPod-Skin via Extraneo.it

Das Merkel is the man

Friday, April 3rd, 2009

Ich finde es ja immer wieder interessant und amüsant, wie die Deutschen, speziell unsere Staatsmänner oder -Frauen im Ausland wahrgenommen werden. Und Angela Merkel ist mit Sicherheit als Persönlichkeit spannender als der recht glatte Amtsvorgänger Schröder, gerade für Satiriker und Spötter. Uns “Angie” ist angreifbar an vielerlei Punkten: sie ist weiblich, aber, sagen wir mal, keine Uschi Obermeier. Als Staatsoberhaupt muss sich aber auf dem immer noch eindeutig männerdominierten internationalen Parkett behaupten. Wenn sie nach deren Regeln spielt, wird ihr unweiblicher Gestus registriert. Zeigt sie sich femininer und bringt die Hupen zur Geltung, springt die nationale und internationale Presse so derartig darauf an, dass alle politischen Inhalte vergessen sind. Keine Frage, dass sie das Galakleid nicht noch einmal (in der Öffentlichkeit) angezogen hat.

Jedenfalls war ich erstaunt, eine Mail aus England zu bekommen, dass dort anlässlich des G20-Gipfels  Tribute-Shirts für Merkel hergestellt werden:

merkel-man

“Merkel is the man” gibt es bei Lush T-Shirts.

Auch sonst ist die undefinierte Geschlechtsrolle öfters mal der Aufhänger für bösen Spott. Vorreiter waren da wie immer dieHerrren auf der Titanic, die im Vorfeld der Bundestagswahl 2005 die Kandidatin konsequent mit dem Neutrum bezeichnet haben und auch diesen T-Shirt-Klassiker herausgebracht haben:

merkel-titanic

Die Frage ist ja nun geklärt (Titanic empfiehlt übrigens, als “Do-It-Yourself”-T-Shirt das “werden” mit Edding durchzustreichen und durch “bleiben” zu ersetzen). Da in diesem Jahr aber wieder Wahlen anstehen, wird es sicher nicht bei diesen Shirts bleiben. Shirtcity hat etwa schon vorgelegt und ist mit diesem Merkel T-Shirt an den Start gegangen (die haben ja auch eine gewisse Tradition):

shirtcity_t-shirt_merkel

Stichwort Yes We Can: Mit Obamania wird das in diesem Lande sicher nicht mithalten können. Die Stimmung ist hier dann doch ganz anders, so Richtung “Wahl für das kleinere Übel”. Bin aber trotzdem gespannt auf den Wahlkampf und all die Blüten, die er im T-Shirt-Land noch so treiben wird.

Puh, zum Glück überlebt

Tuesday, January 27th, 2009

survived_bush1

Ob Print Liberation dieses T-Shirt auch nach Iran liefern?