Posts Tagged ‘satire’

I’m voting Tea Party

Thursday, August 19th, 2010

Wahrscheinlich steht in den Headquarters von Spreadshirt schon eine Büste von Jeremy Kalgreen. Denn der kommt nicht einfach mit tollen T-Shirts in Reihe um die Ecke, sondern gleich mit ganzen Labels, die die Hitzepressen beständig am Dampfen halten. Zuerst kam der Überraschungserfolg mit Amorphia Apparel, und nachdem speziell das Motiv “Science!” so gut lief, kam Wear Science. Als Kommentar zur Intelligent Design-Debatte und anderen heiß diskutierten Glaubensfragen folgte Teach The Controversy. Der Vollständigkeit halber muss man jetzt noch Sir Critter (fein angezogenes Getier) und Hirsute History (berühmte Frisen und Bärte) erwähnen, aber wahrscheinlich wollt ihr jetzt eher wissen, was das für unglaubliche Slogans da oben sind. I’m voting Tea Party heißt Kalgreens neuester Streich und ist ein bissiger Kommentar zum Tea Party Movement, jenem dubiosen Sammelbecken der beleidigten amerikanischen Rechten, die in Barack Obama immer noch den Antichristen sehen. Das Schlimme ist, dass ein Shirt wie “Obama wants to let gays vote. That’s why I’m voting Tea Party” wahrscheinlich in manchen US-Landstrichen ohne jede Ironie angezogen würde. Das Gute ist hingegen: Dafür haben alle Nichtteetrinker noch die Lacher auf ihrer Seite – etwa mit I’m Voting Tea Party.

[via The Daily What]

Zum Tage: Progresswear

Sunday, April 26th, 2009

Gut gut. In Berlin hat “Pro Reli”, diese Allianz aus Kirchen, Union, FDP und Springerpresse vom Wähler die zu erwartende Klatsche bekommen, sogar noch deutlicher als erwartet, da bei den wenigen abgegeben auch noch die Nein-Stimmen überwogen. Damit bleibt Religionsunterricht ein Extrafach für die, die wollen. Allerdings relativiert ein Blick auf die USA das ganze Hickhack: ob Religionsunterricht in den Vormittag rutschen sollte, soll, müsste aus Sicht der Religionsskeptiker immer noch ein Luxusproblem sein. Selbst wenn die Initiative erfolgreich gewesen wäre, wären wir gottseidank zum Glück noch meilenweit von amerikanischen Verhältnissen entfernt, wo Kreationisten fordern, die biblische Schöpfungslehre als Fakt gleichberechtigt neben die Evolutionslehre zu stellen. USA ist in dieser Hinsicht ja ein Staat der Extreme, ein Schmelztigel aus einigen smarten und progressiven Köpfen und ziemlich vielen religiösen Fanatikern. Erstere läuft gegen die letztere Gruppierung Sturm, erfindet eine satirische Quatschreligion wie den Pastafarianismus oder gründet ein Label wie Progresswear.

Progresswear versteht sich gewissermaßen als der Fachausstatter für die aufgeklärten thinking people, bzw. Believer (in science). Auf T-Shirts gibt es messerscharf treffende Slogans, mit denen man sich im Bible Belt sicher nicht allzuviele Freunde macht:

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Obwohl der Darwin day am 12.Februar auch schon ne Weile her ist und der Aktionszeitraum bis zum 28.2. auch schon durch, werden die Aktions-Shirts immer noch zum Sale-Preis von 12.99$ angeboten. Dass Darwin nie die Existenz von Gott verneint hatte, lassen wir mal eine andere Geschichte sein …

Promi-Hybriden von Paste T-Shirts

Friday, April 24th, 2009

New York hat ja den Ruf, ein Schmelztigel der Kulturen zu sein. In diesem Geiste hat wohl auch Jason Laurits für seine neuen Motive bei seiner Eigenmarke Paste T-Shirts die DNA von Hochkultur- und Popkultur-Ikonen kräftig gemischt. Wie weiland in Die Fliege sind aus diesen Experimenten ganz possierliche Kreatürchen herausgekommen.

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Yo. Bei der Gelegenheit kann man sich auch gleich mal wieder dran erinnern, wie legendär scheiße die 80er und frühen 90er aussahen. Weiterhin gibt’s bei Paste auch nach wie vor das sehr feine Meta T-Shirt und “Damn, Girl” im Shop.

Date Fail

Tuesday, April 7th, 2009

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Armer Jason.

Bei snorgtees

DaVinci's Mario

Monday, April 6th, 2009

Das nenn ich aber echt mal einen Super-Mario:

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(gezeichnet von Kevin Tong, basierend auf einer berühmten Fötus-Studie DaVincis , erhältlich bei http://www.davincismario.com )

Das Merkel is the man

Friday, April 3rd, 2009

Ich finde es ja immer wieder interessant und amüsant, wie die Deutschen, speziell unsere Staatsmänner oder -Frauen im Ausland wahrgenommen werden. Und Angela Merkel ist mit Sicherheit als Persönlichkeit spannender als der recht glatte Amtsvorgänger Schröder, gerade für Satiriker und Spötter. Uns “Angie” ist angreifbar an vielerlei Punkten: sie ist weiblich, aber, sagen wir mal, keine Uschi Obermeier. Als Staatsoberhaupt muss sich aber auf dem immer noch eindeutig männerdominierten internationalen Parkett behaupten. Wenn sie nach deren Regeln spielt, wird ihr unweiblicher Gestus registriert. Zeigt sie sich femininer und bringt die Hupen zur Geltung, springt die nationale und internationale Presse so derartig darauf an, dass alle politischen Inhalte vergessen sind. Keine Frage, dass sie das Galakleid nicht noch einmal (in der Öffentlichkeit) angezogen hat.

Jedenfalls war ich erstaunt, eine Mail aus England zu bekommen, dass dort anlässlich des G20-Gipfels  Tribute-Shirts für Merkel hergestellt werden:

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“Merkel is the man” gibt es bei Lush T-Shirts.

Auch sonst ist die undefinierte Geschlechtsrolle öfters mal der Aufhänger für bösen Spott. Vorreiter waren da wie immer dieHerrren auf der Titanic, die im Vorfeld der Bundestagswahl 2005 die Kandidatin konsequent mit dem Neutrum bezeichnet haben und auch diesen T-Shirt-Klassiker herausgebracht haben:

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Die Frage ist ja nun geklärt (Titanic empfiehlt übrigens, als “Do-It-Yourself”-T-Shirt das “werden” mit Edding durchzustreichen und durch “bleiben” zu ersetzen). Da in diesem Jahr aber wieder Wahlen anstehen, wird es sicher nicht bei diesen Shirts bleiben. Shirtcity hat etwa schon vorgelegt und ist mit diesem Merkel T-Shirt an den Start gegangen (die haben ja auch eine gewisse Tradition):

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Stichwort Yes We Can: Mit Obamania wird das in diesem Lande sicher nicht mithalten können. Die Stimmung ist hier dann doch ganz anders, so Richtung “Wahl für das kleinere Übel”. Bin aber trotzdem gespannt auf den Wahlkampf und all die Blüten, die er im T-Shirt-Land noch so treiben wird.

Don't trust zombies!

Monday, February 23rd, 2009
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Fig. 1: Untoter (Motiv)

Zombies. Menschen, die von den Toten zurückkommen, sollte uns eigentlich nicht geheuer sein. Vor allem, wenn diese, wie ja allgemein bekannt ist, auf unsere Gehirne aus sind (nebst anderen Teilen, siehe Fig.2). Und das einzige ist, was uns essen kann (Fig. 3).

Fig.2: So ernähren Sie Ihren Zombie richtig

Fig.2: So ernähren Sie Ihren Zombie richtig

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Fig 3: Nahrungskette

Aber wer sagt, dass das Leben gerecht ist, und so wird ein von den Toten zurückgekehrter Mensch seit Jahren als Heiliger verehrt. Leute! Unsere Seelen will er. Ha! Don’t trust Zombies !

So, was pack ich jetzt da noch für ein Video dazu? “All Nightmare Long” oder “Junge” ? Ich nehm mal die Ärzte, mit der genialsten denkbaren Misfits-Parodie, unterlegt mit Bildern von Zombiejäger Hellsing. So, Leute, ist ein ernstes Thema, Ihr seid gewarnt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=QkRP9PwL6fo]

Wenn schon Nazi-Mode …

Wednesday, December 17th, 2008

storch1 … dann bitte die einzig wahre!

Und die kommt von Storch Heinar, der wohl nicht zufällig optisch und klangverwandt mit einer anderen, beliebten rechten Style-Marke ist.

Natürlich werden nicht T-Shirts, sondern T-Hemden und für die Mädchen nicht Spaghettiträger-, sondern Nudelhemden angeboten, die dann auch noch mit den Modellnamen “Mario”, “Mandy”, “Jaqueline” und “Ronny” bezeichnet sind.

Initiiert ist das großartige Projekt vom antifaschistischen Internetportal “Endstation Rechts”, die noch mehr mit dem tragischen (Weiß-)Storch vorhat: im Storchenhauptquartier kann man sich die Geschichten von Heinar, die auch beim MV-Lokalradio Lohro ausgestrahlt werden, anhören. Und die werden so angeteasert:

Heinar, ein kleiner missratener Storch, war zu schwach, um im Herbst nach Afrika zu fliegen. Er wollte daher den Vogelzug nehmen. Der fuhr um 19:33 Uhr vom Bahnhof ab. Heinar trödelte und kam erst 19:45 Uhr am Bahnhof an – als alles längst zu spät war. Doch er hatte einen Plan und die „Suche nach dem heiligen Ei“ sollte ihren Anfang nehmen.

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Die Erlöse aus den T-Shirt Hemd-Verkäufen unterstützen die Arbeit der Redaktion.

Siehe auch SpOn.

Charakterfrage

Tuesday, November 18th, 2008

pov

Bei despair.com