Posts Tagged ‘Spreadshirt’

Grüß Gott, i bin der Tod

Thursday, December 2nd, 2010

Ein Motiv macht Karriere: nachdem sich der Tod in Rente bei A Better Tomorrow zum Dauerbrenner entwickelt hat, hat sein Designer David Seydel beschlossen, die Geschicke des Sensenmanns weiter zu verfolgen und daraus die Figur Grimy Reaper zu machen. Der gefürchtete Sensenmann verbringt seinen Lebensabend als Privatier auf ziemlich unblutige Weise, was für eine putzige Komik sorgt. Auf der Seite gibt es einen Spreadshirt-basierten Shop mit vielen weiteren Motiven. Wer echten Siebdruck bevorzugt, für den gibt es nun das erste labeleigene Shirt “Eis” im Brandstore-Bereich von A-B-T.

Is denn heit scho Weihnachtn?

Tuesday, August 31st, 2010

Ganz ehrlich: als Dennis von umme Ecke (= Pankow) eine Mail sendete, in der er einen Bestechungsversuch von seiner Seite Shirt selbst bedrucken ankündigte, war ich nicht sicher, ob ich darauf überhaupt eingehen sollte. Einer von zig Spreadshirt-Partnershops, der die üblichen unlustigen Humor T-Shirts, Liebe und Sex T-Shirts und so weiter verkauft dann nicht mal nennenswerte eigene Motive bietet, sondern nur der Mutti die Keywords abluchst – das ist reiner SEO-Sport und hat nichts mit den liebevollen, phantasievollen, kreativen, originellen und künstlerisch wertvollen T-Shirts zu tun, denen sich dieses Blog widmen möchte. Hat hier also nichts zu suchen.

Dachte ich.

Und nun ist der Bestechungsversuch da, und wir sind immer noch aus dem Häuschen. Das hätten wir uns nun wirklich nicht träumen lassen:

Wahrscheinlich ist das die aufwendigste, originellste und überhaupt beste Suchmaschinenoptimierungsmaßnahme aller Zeiten. Und obwohl uns Dennis’ Shop immer noch nicht mehr überzeugt – seine keywordgerechten Backlinks hat sich der gute Mann mehr als verdient. Und wenn Markus dann in ein paar Tagen Richtung Ecuador unterwegs ist, kann er das Wort unseres Blogs gleich noch ein bisschen wirksamer weiter verbreiten. Ein schöneres Abschiedsgeschenk hätte es für ihn wohl gar nicht geben können.

Ein Wort zu den Shirts: dass Spreadshirt mittlerweile wissen, was sie machen, dürfte klar sein. Der dreifarbige Flexdruck ist erwartungsgemäß top verarbeitet. Die verwendeten Basic-Shirts von B&C sind angenehm zu tragen und fallen vom Schnitt großzügiger als etwa American Apparel aus, was für Bürohockerplauzenträger wie mich auch kein Nachteil ist.

Falls übrigens leserseitig Interesse besteht, so ein Shirt auch zu tragen, würde ich mich um einen Partnershop bemühen. Die Idee war schon öfter mal da, aber wurde immer mit dem Argument “Trägt eh keiner” wieder verwischt. Nun, eben gerade widerlege ich es selbst, was ich mir nie hätte träumen lassen. Belehrt mich also gerne eines Besseren…

I’m voting Tea Party

Thursday, August 19th, 2010

Wahrscheinlich steht in den Headquarters von Spreadshirt schon eine Büste von Jeremy Kalgreen. Denn der kommt nicht einfach mit tollen T-Shirts in Reihe um die Ecke, sondern gleich mit ganzen Labels, die die Hitzepressen beständig am Dampfen halten. Zuerst kam der Überraschungserfolg mit Amorphia Apparel, und nachdem speziell das Motiv “Science!” so gut lief, kam Wear Science. Als Kommentar zur Intelligent Design-Debatte und anderen heiß diskutierten Glaubensfragen folgte Teach The Controversy. Der Vollständigkeit halber muss man jetzt noch Sir Critter (fein angezogenes Getier) und Hirsute History (berühmte Frisen und Bärte) erwähnen, aber wahrscheinlich wollt ihr jetzt eher wissen, was das für unglaubliche Slogans da oben sind. I’m voting Tea Party heißt Kalgreens neuester Streich und ist ein bissiger Kommentar zum Tea Party Movement, jenem dubiosen Sammelbecken der beleidigten amerikanischen Rechten, die in Barack Obama immer noch den Antichristen sehen. Das Schlimme ist, dass ein Shirt wie “Obama wants to let gays vote. That’s why I’m voting Tea Party” wahrscheinlich in manchen US-Landstrichen ohne jede Ironie angezogen würde. Das Gute ist hingegen: Dafür haben alle Nichtteetrinker noch die Lacher auf ihrer Seite – etwa mit I’m Voting Tea Party.

[via The Daily What]

Storch in Nöten

Thursday, July 22nd, 2010

Wir erinnern uns: Im Dezember 2008 schlüpfte eine leicht unglückliche Storchengestalt aus dem Ei, die Storch Heinar hieß. Beliebt wurde er als Geschichten-, Hörspiel- aber vor allem als T-Shirt-Held. Was seiner phonetischen und optischen Nähe zu einer in rechten Kreisen beliebten Modemarke bestimmt zu einem gewissen Teil geschuldet ist …

Nun droht Heinar, eben wegen dieser Ähnlichkeit, Ärger. Man kennt es ja: gewisse Seiten und Organisationen zitieren gerne das Hohelied der Freiheit, verstehen aber wenig Spaß, wenn sie selbst zur Zielscheibe von Parodien werden. Deswegen hat die Marke Thor Steinar, genauer gesagt der Hersteller Mediatex, eine Klage angestrengt wegen Markenrechtsverletzung.”Nürnberg reloaded” heißt es also nun für den Storchenvogel, bislang sprechen die Indizien allerdings dafür, dass Heinar keine Siegerjustiz zu befürchten hat: Der zuständige Richter empfahl Mediatex, die Klage zurückzuziehen, da sie kaum Aussicht auf Erfolg habe. Aufwändig (finanziell wie zeitlich) ist so ein Prozess allerdings trotzdem, weswegen Heinars Geburtshelfer, die Initiatoren von Endstation Rechts, mit einem “Retter-Shirt” versuchen, Mittel einzusammeln (das Konzept war ja anderswo schon sehr erfolgreich).

Einstweilen kann sich Heinar freuen:

Das nenne ich endlich mal eine richtige Gleichschaltung: Mehr als einhundert aktuelle Artikel über mich im Internet und einfach kein Ende abzusehen. Gestern schwächelte sogar unser Kriegsgerät wegen der vielen Besucher.

Crowdgesourct: das neue Spreadshirt-Logo

Friday, September 28th, 2007

Früher hatte eine Firma für alle anfallende Bereiche eigene Angestellte. Als diese Bereiche immer arbeitsteiliger wurden, kam das Stichwort Outsourcing auf: Dienstleister übernehmen bestimmte Aufgaben im Dienste des Auftraggebers, so wie Fertigung von Einzelteilen, Werbung, mittlerweile auch Personalauswahl etc. Und daraus wurde dann Crowdsourcing: Die Aufgabe wird in die Hände der Masse gegeben. Das hat den unschätzbaren Vorteil, dass die Masse immer besser arbeitet als die einzelne Person. Das funktioniert nicht nur in Sachen Problemlösung hervorragend, wie etwa der Publikumsjoker bei “Wer wird Millionär” beweist, sondern auch in Sachen Design ist das unschlagbar. Man lässt Armeen von Grafikern für sich arbeiten und verwendet nur die besten Resultate. Und die Masse hilft per Vorauswahl zu entscheiden, was gut ankommt. Kosten tut das nichts als das ausgeschriebene Preisgeld. Nach diesem Prinzip funktionieren ja auch die gestern genannten Contest T-Shirt Sites hervorragend.

Spreadshirt möchte nach nur gut anderthalb Jahren Logo und Slogan ändern (“You think it – we print it” wird zu “Your own label”) und hat dafür das Open Logo Project 1.6 ausgeschrieben. Ich guck ab und zu mal drauf und bin auch sehr angetan von der hohen Qualität der Entwürfe. Begleitet wird das alles von einem unterhaltsamen Blog, der auch gerne mal entfernt Themenverwandtes aufgreift. Das wird eine runde Sache, das steht jetzt schon fest. Und demnächst poste ich auch mal wieder was über T-Shirts, versprochen.

logo2logo1logo3