Posts Tagged ‘t-shirt review’

Review: Riot Creations

Friday, April 16th, 2010

Ein äußerst schickes Probierpaket ist hier hereingeflattert aus dem Hause Riot Creations. Das würde auch gut in unsere Serie “Neue Designcontests” reinpassen, aber auch Riot Creations sind nicht so richtig neu auf der Bildfläche. Dafür haben sie vor Kurzen ihr Design neu gestaltet und der Relaunch der Website ist wirklich gelungen.

Wichtiger sind jedoch die T-Shirts selbst, und die werden wir mal einem Test unterziehen.

Die Textilien: Die Idee von Riot Creations geht hinaus über “Wir verkaufen mal ein paar T-Shirts und verdienen Geld damit”. Hier steckt eine Idee und eine Haltung dahinter. Deswegen sind die Textilien von Riot auch aus Bio-Baumwolle, die zu fairen Konditionen gehandelt wird. Und schon wie bei Continental Clothing lässt sich eine schadstoffrei und naturnah erzeugte Baumwolle vereinen mit hoher Qualität. Von den Riot-Shirt bin ich nicht weniger als begeistert: engmaschig gewebt, superweich, leicht, etwas elastisch. Kann mit den Favoriten hier nicht nur mithalten. Ich hab es nur vorgezogen, die Shirts gleich zu waschen, weil die dunklen noch etwas nach der Farbe müffeln.

Auch der Schnitt geht voll in Ordnung. Der fällt etwas weiter als z.B. bei American Apparel-Ware aus, sitzt aber (auch dank des hochklassigen Stoffes) wie ne eins. Wer also die Designs nicht mag, aber ein einfach super T-Shirt will, kann bedenkenlos zum Basic-Shirt (15 €) greifen.

Allerdings: Auch vom Druck bin ich sehr angetan. Auch auf einem schwarzen Shirt schaffen es Riot Creations, die Druckschicht mit dem Gummi-Feel nicht ganz so dick werden zu lassen, ohne dass deswegen etwas an Leuchtkraft eingebüßt wird.

Wie man links sieht, kommt jedes Riot-Shirt mit einem extra gedruckten Anhänger. Als weiteres Extra prangt an einem Ärmel zudem ein kleines angenähtes Label. Nur Kleinigkeiten, die aber im Zweifelsfall den Unterschied machen.

Und die Designs? Die werden durch die Community gestellt und ausgesucht. Designcontest halt. Ein paar der Designer wie Dxtr kennt man schon von anderswo. Hier erreicht Riot Creations noch das Begeisterungspotenzial der Großen (national wie international). Ein paar nette Designs hab ich trotzdem im Shop ausfindig machen können:

Vielleicht müssen noch ein paar erfahrene Designer von A Better Tomorrow, Scribtee o.ä. sich an den Riot-Aktivitäten beteiligen. Ansonsten: mitmachen, mitvoten, use the force.

Die Design Shirts gibts im Shop für 29 €.

Fazit: Die T-Shirts vom Feinsten, die Designs okay, die Zukunft vielversprechend. Von Shirtspotting gibt es eine warme Empfehlung für Riot Creations.

Review: Frank and Jan T-Shirts

Tuesday, April 6th, 2010

Wieder Shirts zum Testen: diesesmal reiste ein von Jacque großzügig zusammengestelltes Frank & Jan – Päckchen aus West Hurley, NY nach Berlin – mit einem längeren Zwischenstopp beim Zollamt. Nachdem diese aber letztlich beschlossen hatten, dass der Empfang von ein paar Shirts der deutschen Volkswirtschaft doch keinen größeren Schaden zufügt, konnte ich das gute Stück schließlich in Empfang nehmen. Darin folgender Inhalt:

Die Shirts Media Outlet, Centerfold und Senior Moment.

Dass die Designs supergeil sind, muss ich eigentlich gar nicht mehr schreiben. Besonders “Senior Moment” bringt mich immer wieder zum Kichern. Wer seine Shirts  zum Reviewen hierher schickt, bekommt aber den großen Shirtspotting Herz-und-Nieren-Test. Deswegen mal ins Detail gegangen:

Der Stoff: 100 % Baumwolle. Dick und stabil. Etwas grober und weniger elastisch als man’s von den Lattenlegern American Apparel oder Continental kennt. Um welche Marke es sich handelt, ist nicht klar.

Der Schnitt: Für ein M normal groß. Für ein kleines Dickerchen wie mich noch OK. Von der Länge her etwa mit AA vergleichbar. Das gibt halt Probleme, wenn man so groß druckt wie F&J es tun: wenn ich mit dem Shirt “Centerfold” (s.o. Mitte) stehe, muss ich darauf achten, das Shirt unten langzuziehen, damit man das Gesicht der liegenden Dame sehen kann. Im Sitzen erstreckt sich eigentlich nur ein glacébehandschuhter Arm über meine Brust.

Der Druck: Siebdruck, handgedruckt. Besonders die dunklen Shirts sind mit einer deutlich fühlbaren Farbschicht überzogen. Fasst sich etwas rau an, ich hab es aber auch noch nicht gewaschen, vielleicht wäscht sich das noch aus. Die Qualität des Stoffs macht sich besonders dort bemerkbar. In den größeren Flächen hängen Fusseln. Das ist bei Siebdruck nie zu vermeiden, wäre aber bei anderen Marken, die glattere/ feiner gewebte Stoffoberflächen anbieten, vielleicht weniger auffällig.

Letztlich aber auch nicht so schlimm, da man als Normalbürger eh nicht auf sowas achtet. Der Farbauftrag ist beim weißen Shirt naturgemäß dünner, weil man da nicht deckend drucken muss. Die Motive “Centerfold” und “Senior Moment” wurden vor dem Drucken fein gerastert, sogar die Schrift:

… was bei “Centerfold” zu Problemen mit der Lesbarkeit der Schrift führt. Okay, wer liest schon das, was in Hochglanzmagazinen zu den Damen getextet steht?

Man weiß wie gesagt nicht so recht, wer die F&J-Shirts herstellt. Das Label ist innen rein gedruckt:

und das ist ein Vorteil, wenn man kratzige Labels im Nacken nicht mag.

Fazit: Die Designs von Frank and Jan sind unschlagbar, gerade wenn man auf Fotodruck und ein bißchen gaga (im positivsten Sinne) steht. Die Shirts in natura bekommen das Prädikat “zufriedenstellend”. Für eine Empfehlung reicht es in jedem Fall aus.

Review: Phalanx Apparel

Monday, March 29th, 2010

Ein umfangreiches Probierpaket aus dem Hause Phalanx Apparel ist hier reingeschneit. Bei der Größe des Pakets hatte ich erst ein Playmobilhaus oder ähnliches erwartet, aber letztlich waren es vier Shirts aus der aktuellen Phalanx-Sommerkollektion und eine Menge Luftpolsterfolien.

Streetwear, also T-Shirts und Hoodies gibt es von Phalanx, die Labelbetreiber Nicolai seit vier Jahren in Eigenregie bedruckt. Der sehr professionelle Katalog, der der Bestellung beigelegt ist, lässt darauf schließen, dass hier a) es jemand ernst meint, und b) auch weiß, wie man sich gut darstellt. Selbiges ist für die recht gute und funktionale Website zu sagen. Dann knöpfen wir uns mal die Shirts vor.

Verwendet wurde Rohware von American Apparel – keine originelle, aber eine bewährt gute Wahl, wegen guter Passform, schickem Schnitt, hautschmeichelndem Textil, und das auch noch in fair labor hergestellt. So weit, so gut. Zusätzlich zum AA-Label wurde auch noch ein eigenes Phalanx-Label eingenäht:

Daneben seht Ihr einen Scanausschnitt vom Motiv des oben links abgebildeten Shirts”Splash“. Gedruckt wird bei Phalanx nicht mit Siebdruck, die feste und homogene Beschichtung sowie das Feel weisen auf Flexdruck hin. Bei der Detailgenauigkeit, die so ein Schneidplotter aber mittlerweile leistet, ist das aber Nebensache. Vorteile dieser Technik: hat man einmal ein Motiv erstellt, kann man auch fast beliebig mit Farben spielen, was Phalanx auch gerne tun – die meisten Motive werden in mehreren Farbkombis angeboten. Und zudem kann man flexibel auf Kundenwünsche reagieren, weswegen ja Flex auch das Mittel der Wahl bei all den Print-on-demand-Firmen à la Spreadshirt und Shirtcity ist.

Nichtsdestotrotz: Phalanx-Shirts werden nur in kleinen Stückzahlen aufgelegt: lieber limitierte Designs, dafür öfter mal was Neues. Man möchte ja als Shirt-Snob schließlich keine Massenware tragen.

Ansonsten könnt Ihr hier schon sehen, was Phalanx-Designs auszeichnet: die Motive sind abstrakt gehalten und spielen einfach mit Form, Farbe und Linie. Und dem Kleckse-Brush in Illustrator. Als einer, der nicht so gerne Labelnamen trägt, bezweifele ich mal, dass ich für diese Shirts die Kreditkarte gezückt und 28 € pro Stück hingelegt hätte. Dafür kann aber die Qualität wirklich überzeugen.

Wer gerne was sparen möchte: Zur Neueröffnung gibt es mit dem Gutscheincode 10prozent einen Nachlass von … nun ratet mal. Auf alles. Der Versand innerhalb Deutschlands bleibt portofrei.

Review: Addict

Sunday, January 18th, 2009

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Ein neues Lieblingsshirt schmiegt sich seit einer Weile um meinen Körper und der möchte es am liebsten gar nicht mehr ablegen. Es ist von Addict, es ist orange, eine bislang in meinem Schrank unterrepräsentierte Farbe, und featuret alte Musikgerätschaften. Und Shirts mit kultigen Musikgerätschaften – da bin ich so zuverlässig leicht zu überzeugen wie ein Alkoholiker zu noch nem Bier. Da macht es mir nicht mal etwas aus, berechenbar zu sein.

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Ich war bis vor kurzem davon ausgegangen, dass es ein Teil eines alten Moog-Synthesizers ist, der da im Design eingefasst ist. Ihr wisst schon, diese Riesenaufbauten mit tausend Knöpfen und Kabeln im Wandschrankformat, die Rick Wright, Gott habe ihn selig, in den 60ern bei Pink Floyd bedient hat. Die Beschriftungen der Knöpfe (Oszillator, Filter etc) sprechen auch dafür. Allerdings verweist der Text auf der Rückseite auf ein Platten-Masteringsystem namens Dynagroove, das in den 60ern auf den Releases von RCA eingesetzt wurde und kontrovers aufgenommen wurde – praktisch die Urversion der aktuellen Loudness War-Debatte. Designt wurde das gute Stück mit dem Pop-Hochkultur-Background vom Londoner Grafiker/ Designer Swifty.

moog2Zum T-Shirt selbst: Addict stellt seine Shirts offenbar selbst her. Den innen eingenähten Keil (siehe Bild links)  hab ich so noch nie gesehen – eine Besonderheit. Der Stoff ist weich aber stabil, vergleichbar etwa mit Continental Clothing-Shirts. Der Druck ist vorne sehr überzeugend: zwar unheimlich detailscharf, aber ohne besonders fühlbar zu sein. Keine Gummiplatte auf dem Shirt – gut gut. Beim hinten in einer Serifschrift gedruckten Text (den über Dynagroove) kommt das Verfahren leider an seine Grenzen – spätestens die untere Hälfte ist nicht mehr entzifferbar. Schade.

Trotzdem ein Lieblingsstück. Auf der Addict UK-Seite sind zwar viele schicke T-Shirts, aber dieses wird nicht mehr angeboten, weil die Artist Series 8 schon ausgelaufen ist. Die letzten Stücke könnt ihr zum Jetzt-aber-rasch-zuschlagen-Preis bei Clear Cut Case bekommen, die, wie ihr hier sehen könnt, einer Bestellung auch noch extra viele Schmankerln beilegen.

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Robit Studios

Monday, October 27th, 2008

Ein neuer Shop ist in der Shopleiste: Der sympathische Zwei-Mann-Betrieb Robit Studios hat mich mit seinem “Old School“-Motiv überzeugt. Mit wasserbasierter Tinte fein gedruckter Chucks-Turnschuh auf “Heather Grey”-gekrisseltem American Apparel-Shirt. Dreimal super also. Mehr muss man eigentlich gar nicht dazu sagen.  Ansonsten sind die Robit-Motive mit sicherer Hand ausgewählt: Da ist natürlich der unvermeidlich Obama sowie die Motivklassiker Zombies, Roboter und Frankensteins Monster. Und das tolle Chance of Reign, das ich nochmal extra abbilden muss: